Einfacher… Kapitel 13

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Gesetz der Resonanz und Anziehung I

Einfacher geht es nicht (Sylvia Reifegerste)

Gesetz der Resonanz und Anziehung I: Einfach glauben und glücklich sein

Nach dem Gesetz der Resonanz zieht Gleiches immer auch Gleiches an

Resonanz wird vom lateinische resonare abgeleitet und bedeutet soviel, wie „zurückklingen“.
Alles im Universum unterliegt dem Gesetz der Resonanz, auch der Mensch. Wie bei einem Radio, dessen Empfänger nur auf UKW eingestellt ist, und das daher keine Sender empfangen kann, die auf Mittelwelle senden. So kann ein Mensch, dessen Gedanken und Handeln sich um Hass und Aggressivität drehen, keine Liebe empfangen.

Wir alle nehmen nur die Bereiche der Wirklichkeit wahr, mit denen wir in Resonanz schwingen. Dies gibt der Aussage: „Jeder sieht nur das, was er sehen will“ ihre ursprüngliche Bedeutung. Um dies auch auf uns zu übertragen und um des besseren Verständnisses willen, werde ich hier, wie bei den Ausführungen zu den vorangegangenen Gesetzen, wieder mit Beispielen arbeiten.

Nehmen wir an, ich habe vor ein paar Jahren ein Buch gelesen, und beginne nun dasselbe Buch noch einmal zu lesen. Obwohl es dasselbe Buch ist, lese ich nun ganz andere Dinge heraus und ziehe völlig andere Schlüsse. Warum ist dies so? Nun, mein Horizont, oder auch meine Sicht des Lebens, hat sich während der dazwischenliegenden Zeit verändert. Ich sehe es mit neuen Augen! Ich stehe in einer anderen Resonanz zu dem Geschriebenen.

Wir alle, zumindest der größte Teil der Menschheit, haben das Bedürfnis, mit anderen Menschen zusammen zu sein. Hierbei ziehen wir auf Grund unserer Ausstrahlung, unseres Denkens, Sprechens und Handelns Menschen in unser Umfeld, welche damit in Resonanz stehen: „Gleiches zieht Gleiches an“.

Habt Ihr schon einmal erlebt, dass, wenn ihr einmal schlechte Laune hattet, oder verärgert gewesen seid, die Umwelt euch auch Anlass zum Ärgern gegeben hat?

Jemand, der sich ständig ärgert und über Gott und die Welt nörgelt, wird 100%ig immer etwas finden, worüber er sich aufregen kann! Im Gegensatz dazu wird ein Mensch, der Freude am Leben hat und andere Menschen interessant und schön findet, genau auf diese interessanten und schönen Menschen treffen. Dem Leben bleibt nichts anderes übrig, als ihm nach dem Gesetz der Resonanz diese Menschen zuzuführen.

Das Prinzip der Resonanz oder Anziehung

Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt – Ungleiches stößt einander ab.

Dein persönliches Verhalten bestimmt Deine persönlichen Verhältnisse und Deine gesamten Lebensumstände.

Negativität zieht Negatives an, Dunkles zieht Dunkles an, Hass zieht Hass an, Angst zieht Angst an, Sucht zieht Sucht an, Aggressivität zieht Aggressivität an – und wenn wir nicht innehalten und umkehren, setzen wir eine Spirale nach unten in Gang, die irgendwann nicht mehr zu stoppen ist und zu Depression, Verzweiflung, Unglück und Tod führt.

Die Gedanken, die Du denkst, die Gelüste, die Du hast, die Gefühle, die in Dir brodeln, ziehen entsprechende Energien an: Seelen Verstorbener, die durch uns noch ihre früheren Gelüste ausleben möchten. dunkle Wesenheiten, die zu uns kommen können, weil wir hassen und betrügen, Angst- und Wut-Energien von außen, die unsere eigenen Wesenszüge verstärken.

Das Gesetz der Resonanz

Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt. Und Angst zieht das an, was wir befürchten. Das Resonanzgesetz ist das Gesetz der Energieübertragung. Jede Schwingung überträgt die in ihr wirkende Energie auf jeden gleich schwingenden Körper. Schlägt man beispielsweise eine Saite auf der Gitarre an, schwingen automatisch alle Saiten mit, die dieselbe Schwingungsfrequenz aufweisen. Gleichgestimmte Körper und Seelen verstärken dadurch gegenseitig ihre eigene Schwingung. So können Lachen und Freude sowie auch Wut und Ärger ansteckend wirken. Dabei bestimmt das Stärkere das Schwächere und gleicht sich an.

Jeder Mensch ist nur fähig, den Bereich der Wirklichkeit zu erkennen, für den er resonanzfähig ist. Manchmal lesen wir ein Buch und glauben dann, seinen Inhalt zu kennen. Lesen wir dasselbe Buch später jedoch noch einmal, kann es plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Wir sind in der Zwischenzeit resonanzfähig geworden für gewisse Dinge, für die wir beim ersten Lesen noch nicht resonanzfähig waren. Oder eine schwangere Frau stellt fest, dass sie auf einmal nur noch Frauen zu begegnen scheint, die ebenfalls ein Kind erwarten. Natürlich hat es zuvor schon genauso viele schwangere Frauen gegeben, jedoch hat sie dies nicht wahrgenommen, da sie dafür nicht resonanzfähig war.

Wer sich mit einem bestimmten Thema befasst, wird erstaunt sein, immer wieder Menschen und Situationen zu begegnen, die mit „seinem“ Thema zu tun haben.

Was wir denken und glauben, bestimmt unser Leben, denn es verhält sich wie ein unsichtbarer Magnet, der alles anzieht, was gleich schwingt. Hegen wir also liebevolle Gedanken und Gefühle, damit wir Menschen begegnen, deren Leben ebenfalls von Liebe geprägt ist. Und richten wir unser Bewusstsein auf das Göttliche aus, auf dass uns immer wieder Möglichkeiten geschenkt werden, um auf unserem Weg zur Einheit voranzuschreiten.

Gleich zu gleich gesellt sich gern

ist unser Sprichwort für dieses Prinzip, das auch als das Mysterium der Spiegel bezeichnet wird. Es bedeutet, dass wir im Außen all das anziehen, was wir in uns tragen. Herrschen Chaos und Leid um uns herum, gibt uns das die Gelegenheit, unser eigenes Chaos und Leid im Innern anzuschauen und aufzulösen. Dann wird sich auch das Außen verändern. Immer, wenn wir uns über etwas an einem anderen Menschen ärgern, zeigt uns das direkt und ohne Umwege, wo wir etwas bei uns selbst verleugnen, verdammen oder nicht hinsehen wollen.

Eine schwere Lektion, die zu wahrer Selbsterkenntnis und Demut führt.

Wir haben es in der Hand, was wir zulassen können

Unser jetziger Stand entscheidet, was wir momentan zulassen können. Wenn wir mehr haben möchten, als wir bisher haben, ist es wichtig, dass wir unsere jetzigen Energien entsprechend erhöhen. Damit wären wir wieder bei unserem Denken angekommen. Denn um unsere Energien zu erhöhen, ist es notwendig, sich ab sofort nicht mehr von Sorgen, Ängsten, Nöten, Zweifeln, Frust usw. negativ herunterziehen und beeinflussen zu lassen. Das bezieht sich auf unser eigenes Verhalten sowie auf das Verhalten anderer Menschen. Ebenfalls haben wir auf eine positive Grundhaltung zu achten und uns von Bewertungen oder Verurteilungen fernzuhalten. Leben wir innerhalb von Bewertungen, machen wir uns automatisch zum Magneten für die Nöte anderer Menschen, die mit dem gleichen Thema zu tun haben, wie wir. Das schwächt unsere Energie.

Um in unserer eigenen Kraft zu bleiben ist es daher gut, bei sich zu bleiben und negative Gedanken oder Bewertungen zu korrigieren, indem wir sie durch positive ersetzen. Negative Gedanken sind wie graue Schatten, positive Gedanken sind dagegen hell und strahlend. Das Positive und Gute wird sich immer durchsetzen. Nicht immer gelingt es uns negative Gedanken sofort durch positive zu ersetzen.

Dennoch können wir ein negatives Urteil über einen anderen Menschen abschwächen, indem wir abschließend die Spiegelfunktion anwenden. Das bedeutet, uns bewusst machen, was unser Urteil mit uns selber zu tun hat. Also, was WIR SELBER mit diesem Anteil zu tun haben.

Eine weitere schöne Übung ist:
Sich vorzustellen, wie alle Menschen, die das gleiche Problem haben und sich davon lösen möchten, es auf eine ganz leichte Weise schaffen. Genauso wie wir es schaffen, erreichen auch alle anderen Menschen, die eine Lösung wünschen, ihr Ziel.

Wenn wir daran glauben und darauf vertrauen, dass unsere innere Quelle unerschöpflich ist und dass jeder, der sich etwas vornimmt seine Ziele erreichen kann, werden sich auch unsere Ziele, Träume und Wünsche jederzeit realisieren lassen.

Es ist unser universelle Recht, glücklich zu sein

Jeder Mensch hat das universelle Recht, alles zu erhalten was er benötigt, um glücklich zu sein und was ihn mit Lebensfreude erfüllt. Ob es sich dabei um einen Partner, die Berufung, Wohlstand oder Reichtum, Erfolg, eine bessere Gesundheit, mehr Selbstwert, Liebe, um materielle oder andere Dinge handelt. Wir alle haben das Recht, aus dem Vollen zu schöpfen und das Leben zu einem Hochgenuss zu machen.

Nach dem universellen Gesetz können wir alles, was unserem höheren Wohl dient, sofort haben. Es ist im Hier und Jetzt sofort erreichbar, sofern wir daran glauben und es uns vorstellen können! Wenn sich unsere Ziele nicht verwirklichen lassen oder unsere Herzenswünsche nicht in Erfüllung gehen, dann stimmt etwas Entscheidendes nicht in unserem Leben!

Es gibt jedoch nur wenig Menschen, die in allen Lebensbereichen glücklich sind und auf allen Ebenen ihre Ziele realisieren können. Gerade die Ziele oder Wünsche die uns besonders am Herzen liegen, bleiben häufig auf der Strecke. Es begegnen uns immer wieder Widerstände oder Blockaden, unabhängig davon wie viele Affirmationen angewendet wurden, oder wie lange wir uns schon mit dem Thema beschäftigt haben. In einigen Bereichen sieht es manchmal so aus, als wenn wir nur auf der Stelle treten und dies, obwohl wir bereits schon so viel gemacht haben. Je mehr die Veränderung angestrebt wird, desto stärker scheinen die Widerstände zu sein.
Woran liegt das? Ganz einfach, an unseren unterbewussten Programmen.

Das Leben bestätigt immer unseren Glauben

Aus unserem Ego heraus, produzieren wir Gedanken mit entsprechenden Glaubensmustern. Wir sind dabei aber niemals das Ego. Unser wahres Sein besteht aus Liebe und Licht. Wir bestimmen lediglich über unser Ego und über unsere Glaubensmuster, wie wir empfinden und was wir als unsere Wahrheit anerkennen. Dabei bestimmt unser Glaube zudem, was wir im Leben anziehen. Wenn wir daran glauben, dass wir im Leben etwas Besonderes leisten müssen, um etwas zu erhalten oder, dass das Leben hart und ungerecht ist, werden wir entsprechende Situationen anziehen, die uns bestätigen, dass es genauso ist. Ebenso, wenn wir daran glauben, dass das Leben leicht und voller schöner Überraschungen ist.

Über die Beantwortung der folgenden Fragen bekommen wir einen kleinen Einblick zu unseren Glaubensmustern:

  • Welcher Glaube hat dir dazu verholfen, dorthin zu kommen, wo du heute bist?
  • Welche Glaubensmuster sind einschränkend und behindern dein Leben?
  • Welche Angst macht dir am meisten zu schaffen?
  • Was sind deine schlimmsten Befürchtungen und deine Ängste?
  • In welchen Bereichen bist du am optimistischen und vertrauensvollsten?
  • In welchen Bereichen bist du pessimistisch und misstrauisch?

Es hat ein neues Restaurant eröffnet. Die Speisekarte ist gefüllt mit 100 leckeren Gerichten. Es gibt 30 bekannte Gerichte, davon einige sehr leckere, die du kennst und auch sehr gerne magst. Ebenso stehen auf der Speisekarte 30 weitere Gerichte, die du absolut nicht kennst und unter deren Namen du dir nicht wirklich etwas vorstellen kannst.
Wie verhältst du dich? Wo zieht es dich mehr hin, zu dem was du kennst oder probierst du etwas Neues aus?

Du möchtest dir neue Kleidung kaufen und gehst dazu in ein Geschäft. An dem einen Ständer hängen sehr viele Kleidungsstücke, die genau deinem jetzigen Stil entsprechen. An einem anderen Ständer gibt es in deiner Größe sehr viele Teile, die ein völlig neues Outfit versprechen. Die Verkäuferin rät dir zu der Kleidung mit dem ersten Ständer. Wie verhältst du dich?

Du bist beim Friseur und willst dir deine Haarspitzen schneiden lassen. Der Friseur empfiehlt dir eine völlig neue Frisur und sagt, dass dir diese Frisur energiemäßig und gesichtsmäßig um 100% besser stehen würde als die jetzige. Worauf lässt du dich ein?

Anhand dieser Übungen ist zu erkennen, wann und unter welchen Voraussetzungen wir uns auf etwas Neues einlassen. Um heraus zu finden, welche Glaubensmuster sich hinter den einzelnen Antworten verbergen, frage:

  • Wieso habe ich mich so entschieden?
  • Was glaube ich könnte eintreten?
  • Was könnte ich erfahren?
  • Möchte ich diese Erfahrung machen oder möchte ich sie verhindern?
  • Wie sehen meine Befürchtungen oder Ängste aus?
  • Was könnte schlimmstenfalls eintreten?

Über die Antworten können wir genau erkennen, welche Glaubensmuster unser Leben bestimmen und welchen Einfluss sie auf unsere Lebensqualität haben. Nur allzu oft verhindern alte Glaubenssätze neue Vorhaben, Projekte und Ziele. Daher ist es immer wichtig, die zurzeit aktuellen Glaubensmuster anzuschauen.

Wie sieht es mit deinen Glaubensmustern hinsichtlich bestimmter Ziele/Wünsche oder Träume aus? Glaubst du daran, dass deine heutigen Glaubensmuster für die Erreichung deiner Ziele ausreichen oder sind dafür neue Glaubenssätze erforderlich?

Unsere Lebensumstände zeigen, an was wir glauben

Es ist ganz einfach herauszufinden, an was wir glauben und was wir durch unsere Glaubenssätze zulassen können. Hierzu brauchen wir uns nur unsere Gegenwart anzuschauen. Sie zeigt uns genau, wie unsere bisherigen Gedanken, Entscheidungen und Entschlüsse in Bezug auf unsere Ziele und Wünsche waren. Wenn wir uns mehr Zufriedenheit, mehr Liebe, mehr Glück, Wunder, mehr Geld, mehr Erfolg oder eine Lebensaufgabe wünschen, dann können wir im Heute genau erkennen, was wir in der Vergangenheit zulassen konnten. Wenn wir uns mehr als wir heute haben wünschen, bedeutet es, dass wir andere Samen zu setzen haben. Das bedeutet, wir haben zu schauen, welche Glaubenssätze überholt sind und einer Sanierung bedürfen.

Schaue dir dein Leben an und finde heraus, welche Lebensbereiche für dich goldrichtig sind und wo du eine Veränderung wünscht. Schaue dir dabei möglichst viele Lebensbereiche an wie z.B.:

Liebe, Freundschaft und Partnerschaft
Gesundheit – Fitness -Sexualität
Beruf –Berufung
Kommunikation – soziales Verhalten
Geld- finanzieller Wohlstand – Reichtum
Familie – Kinder
Freizeit – Erholung – Urlaub
Gefühlswelt – Handlungen –Aktivitäten
Kreativität – Spiritualität -Lebensaufgabe
Ziele- Pläne –Projekte -Träume
Probleme – Sorgen – Ängste
Weitere Lebensbereiche

Arbeite zunächst mit den Bereichen weiter, wo du noch etwas verändern möchtest. Schaue dir ebenso deine Probleme, Sorgen und Ängste in diesen Bereichen an und finde die dazugehörigen Glaubensmuster heraus. Frage abschließend:

  • Was bringen mir diese Glaubenssätze?
  • Führen Sie mich zu meinem Ziel oder verhindern sie es?

Woher kommen die meisten Glaubenssätze

Die meisten unserer Glaubensmuster stammen noch aus der Kindheit und stimmen dadurch meistens nicht mit dem aktuellen Bewusstseinszustand überein. Als Kind übernehmen wir die meisten Verhaltensweisen von unseren Eltern. Wir ahmen als Kinder sozusagen ohne wenn und aber unsere Eltern nach. Das ist auch genau richtig so, denn nur darüber aktivieren wir unser Lernprogramm inklusive der unaufgelösten Muster aus den Vorleben.

Viele unserer wichtigsten Überzeugungen sind bereits in unserer frühesten Kindheit entstanden. Da jedes Glaubensmuster eine Bestätigung benötigt, suchen wir in unserem Leben Beweise dafür, dass sie richtig sind. Dadurch ziehen wir Situationen an, die uns bestätigen, dass die übernommenen Denkmuster unserer Familie richtig sind. Letztendlich führen diese Situationen dann dazu, dass wir wirklich überzeugt sind, dass etwas genauso ist, wie wir es gelernt und übernommen haben. Das Gleiche gilt, wenn wir in den Trotz gegangen sind.

Die Grundprägungen aus der Kindheit begleiten uns solange, bis wir bereit sind zu erkennen, wer und was wir wirklich sind. Solange wir die Grundprägungen in uns tragen, richtet sich unser Fokus auf ein ähnliches Umfeld, sodass wir teils auch ähnliche Dinge wie unsere Eltern anziehen. Mit dem von unseren Eltern gefärbten Blickwinkel, werten wir später unsere eigenen Erfahrungen und kommen mit jeder weiteren Erfahrung zu einem bestimmen Ergebnis. Dieses Ergebnis führt meistens dazu, dass wir letztendlich überzeugt davon sind, dass die Dinge so oder so funktionieren oder auch nicht.

In dieser Form entstehen die meisten Glaubenssätze. Das Fatale ist, dass wir von den meisten Glaubenssätzen so überzeugt sind, dass wir später nicht mehr bereit sind, davon wieder abzurücken. Im Gegenteil, meistens versuchen wir sogar, andere Menschen davon zu überzeugen und Recht zu bekommen, dass die Dinge so sind wie wir sie sehen, weil wir sie so erlebt haben. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass all diese Glaubenssätze gefärbt und einschränkend sind. Unsere Glaubenssätze sind somit immer eine Essenz aus vergangenen Erfahrungen und zeigen, aus welchem Blickwinkel wir geschaut haben.

Der Glaube versetzt Berge und somit bestimmt unser heutiger Glauben, was in unserem Leben geschieht und was nicht. Bevor wir ein Ziel anstreben, ist daher immer zu überprüfen, ob wir überhaupt daran glauben, dass uns die Erfüllung des Wunsches zusteht. Ist der Wunsch realistisch für uns und machbar, also erfüllbar oder hegen wir Zweifel? Können wir uns das Ziel genau vorstellen? Sofern nicht, ist zunächst die Vorstellungskraft zu trainieren.

Unser Unterbewusstsein arbeitet nach dem Freude- und Schmerzprinzip

Unser Unterbewusstsein arbeitet mit zwei Zielen und zwar nach dem Freudeprinzip und dem Schmerzprinzip.

Dies sind die beiden Hauptmotivationen, mit denen das Unterbewusstsein arbeitet. Dem Unterbewusstsein geht es tatsächlich nur um das Freude-Schmerz Prinzip, es möchte uns Freude geben und uns vor dem Schmerz schützen. Alles in unserem Leben dreht sich daher um diese 2 Dinge. Es handelt sich um einen ganz natürlichen Schutz, der wichtig ist, damit wir überleben.

Überlege einmal kurz, ob dein Unterbewusstsein als Triebfeder mehr das Freude- oder aber das Schmerzprinzip benutzt.
Ist es mehr damit beschäftigt dich zu schützen oder dich zu erfreuen? Im letzteren Fall würdest du häufig Freude in dir erleben.

Das Unterbewusstsein zieht vermehrt Dinge an, die uns Spaß bringen und verhindert die Dinge, die innere Schmerzen verursachen. Es legt hierbei jedoch nicht das heutige Denken zugrunde sondern nimmt den Stand den wir damals als Kind hatten. Dadurch kommt es zu Ergebnissen, die vom Verstand und von der Logik her unerwünscht sind. Hinzu kommt, dass es dem Unterbewusstsein hauptsächlich um kurzfristige Emotionen geht, denn das Unterbewusstsein arbeitet nicht langfristig. So kann es sein, dass unser Unterbewusstsein den Spaßfaktor, den wir durch negative Verhaltensweisen kurzfristig erleben, fördert und den Schmerz der mit diesem Verhalten später auftritt, ignoriert. Dadurch fällt es uns häufig so schwer, lästige Gewohnheiten zu durchbrechen, denn sie sind meistens mit einem kurzfristigen Belohnungsprinzip verbunden. Tritt der Schmerz, den wir mit der Gewohnheit verbinden, erst später auf, wird er von dem Unterbewusstsein nicht registriert.

Übung: Kindliche Glaubensmuster herausfinden
Finde heraus, was dir deine Eltern vermittelt haben.
An was haben sie geglaubt und was davon hast du übernommen, bzw. gegen was hast du dich aufgelehnt?
Mache dir ebenso bewusst, was deine Eltern und andere Autoritätspersonen an dir falsch fanden oder was sie kritisiert haben. Gehe hier zu alle Lebensbereiche durch, wie z.B. Körper, Geld, Liebe, Partnerschaften, Sexualität, Freundschaften, Begabungen, Neigungen, Erfolg, Schule- Lernen, Beruf, Lebenseinstellung usw.

Hinter jedem ABER verbirgt sich ein Glaubenssatz!

Achte in der nächsten Zeit daher einmal darauf, wie häufig du das Wort „aber“ benutzt und kläre für dich, welchem Glaubenssatz du folgst. Überprüfe in diesem Zusammenhang auch, ob es sich um einen übernommenen Glaubenssatz handelt und ob er dir auf deinem Weg und bei deinen Zielen hilft. Oder ist er überholt und kann losgelassen werden?

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