Einfacher… Kapitel 14

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Gesetz der Resonanz und Anziehung II

Einfacher geht es nicht (Sylvia Reifegerste)

Gesetz der Resonanz und Anziehung II: Einfach machen und erfolgreich sein

Unsere Wünsche und Ziele verraten, woran unsere Seele wachsen möchte

Wünsche, Träume und Ziele sind immer nur ein Hinweis darauf, dass zurzeit etwas in unserem Leben fehlt. Unserer Seele bzw. unserem göttlichen Teil geht es dabei nicht um Geld oder materielle Dinge, auch nicht um einen Partner, Freunde oder andere Dinge, sondern immer nur um unser persönliches Wachstum. Die Seele möchte, dass wir das Höchste Potential in uns entfalten und zu unserem wahren Sein zurückkehren.

Wünsche in Bezug auf mehr Geld, Wohlstand und andere materiellen Dinge oder Wünsche in Bezug auf Partner, Familie, Glück, Gesundheit usw. sind somit nur ein Hilfsmittel, um uns zu zeigen, in welche Richtung das Wachstum hingeht. Es gilt also herauszufinden, um welches Wachstum es sich handelt, welche Qualität unsere Seele zurzeit anstrebt bzw. wohin es unseren göttlichen Teil zieht.

Hinterfrage jeden Wunsch, Traum oder Ziel und finde heraus, um was genau es dir dabei geht. Beantworte dir die folgenden Fragen:

  • Wofür brauchst du dein Ziel (mehr Geld, Erfolg, Partner, Glück, Gesundheit usw.)?
  • Welchen Zustand willst du durch die Erfüllung deines Ziels erreichen?
  • Welche Bedürfnisse werden dadurch gestillt?
  • Welche Gefühle erhoffst du dir durch die Erreichung deines Zieles?

Ist Reichtum der Traum oder das Ziel? Dann könnte es sein, dass es uns zum Beispiel um mehr Sicherheit, Stabilität, Freiheit, Unabhängigkeit, Lebendigkeit, Ausgeglichenheit geht. Oder geht es uns bei einem Partnerwunsch, um die Verbundenheit, Aufmerksamkeit, Liebe, das Miteinander teilen? Oder bei Erfolg, um die Anerkennung, Achtung, Respekt, Erfüllung usw.? Es geht somit nicht darum, diese Eigenschaften über das Außen zu erfüllen sondern sie zunächst erst einmal selber in uns zu entwickeln. Nur dann fühlen wir uns wieder vollständig und eins mit uns.

Finde heraus, um welche Qualität es sich handelt und nehme danach dein Leben unter die Lupe. Wo genau fehlt dir diese Qualität und warum fehlt sie dir?

Als nächsten Schritt finde heraus, wie du diese fehlende Qualität Schritt für Schritt in dein Leben holen kannst. Sobald du Wege gefunden hast, dich zu ergänzen, erhöhst du deine Schwingung und machst dich dadurch zu einem Magneten für deinen ursprünglichen Wunsch.

Wir haben es selber in der Hand, wie wir unsere Wünsche realisieren

Alle Dinge, die wir uns wünschen, können auf eine unterschiedliche Weise angezogen werden. Menschen, die einen unbewussten Weg gehen und für die Erreichung ihres Wunsches oder Zieles Manipulation, Macht, Lügen, Intrigen usw. einsetzen, erreichen ebenso ihre Ziele, wie die Menschen, die sich entschlossen haben einen bewussten Weg zu gehen. Der Unterschied liegt zum einen in der Erreichung des Zieles.

Es scheint oft so, als wenn unbewusste Menschen bzw. Menschen, die sich nicht um Bewusstheit kümmern, leichter ihr Ziel erreichen. Hier ist immer das Gesetz der Anziehung zu berücksichtigen. Alles was ich säe kehrt zu mir zurück. Menschen, die rücksichtslos ihre Ziele verwirklichen, werden auch genau mit den Mitteln konfrontiert werden, die sie zu ihrem Ziel gebracht haben. Jemand der über Manipulation und Macht zu Reichtum gekommen ist, wird auch verstärkt mit diesen Eigenschaften innerhalb des Reichtums konfrontiert sein.

Jeder Wunsch verstärkt den Leidensdruck

Wie bereits gesagt, will die Seele wachsen. Unsere Wünsche und Ziele zeigen uns, was unserer Seele genau fehlt bzw. welche Eigenschaften wir in uns zu entwickeln haben, um uns vollständig zu fühlen. Dies kann über die Nichterreichung eines Wunsches als auch über die Realisierung des Zieles geschehen. Wenn wir nicht verstehen, worum es unserer Seele geht, wird das Wachstumsthema, dass sich hinter unserem Wunsch verbirgt, enorm verstärkt.

Beispiel:
Jemand wünscht sich einen Partner, weil er sich alleine, einsam, hilflos und unvollständig fühlt. Durch den konkreten Wunsch wird automatisch eine Erwartungshaltung ins Leben gerufen. Wird der Wunsch nicht sofort erfüllt, wird demjenigen verstärkt, oft schmerzhaft bewusst, was er entbehrt und was ihm fehlt. Es wird ihm noch klarer und deutlicher, was er wirklich vermisst, sodass der Leidensdruck mit jedem Wunsch immer größer wird.

Im anderen Fall wird der Wunsch nach einem Partner sofort erfüllt. Der Partner alleine ist jedoch nicht die Lösung, sofern die innere Qualität immer noch fehlt. Somit wird die Seele einen Partner anziehen, der die Probleme verstärkt, sodass sich derjenige mit dem Partner noch einsamer, hilfloser und unvollständiger fühlen wird. Vermutlich wird es in diesem Fall höchstwahrscheinlich wieder zu einer Trennung kommen.

Alle Wünsche und Ziele sind somit ein Hilfsmittel, um herauszufinden, um was es deiner Seele wirklich geht bzw. welche Anlagen ungenutzt sind und gefördert werden können. Deine jetzigen Gefühle zeigen dir deinen heutigen inneren Stand und vor allem, wie du vorher gedacht hast.

Wie wir uns zu einem Magneten der eigenen Wünsche machen

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, die Qualität anzustreben, die uns fehlt. Sobald wir unsere inneren Schätze entwickelt haben begeben wir uns auf die Schwingungsebene, die der Wunsch in Wirklichkeit für uns hat. Dadurch machen wir uns automatisch zu einem Magneten, der das anzieht, was wir im Außen haben möchten. Es wird dadurch automatisch angezogen. Nach dem universellen Gesetz können wir alles, was unserem höheren Wohl dient, sofort haben. Es ist im Hier und Jetzt sofort erreichbar, sofern wir daran glauben und es uns vorstellen können!

Wenn wir uns darüber im Klaren sind, welche inneren Werte zu aktivieren sind, geht das Visualisieren um einiges leichter. Nach dem Prinzip: Gleiches zieht auch Gleiches an. Wir können sogar auf die Zeitqualität Einfluss nehmen. Unsere Emotionen entscheiden darüber, wie schnell wir unsere Ziel und Wünsche erreichen. Übung macht hier den Meister. Am Besten wir üben zunächst mit kleinen Dingen, die leicht zu erschaffen sind und zunächst nicht so einen großen Stellenwert für uns haben. Stress und Anstrengung verhindern bzw. verzögern die Umsetzung! Jede Anstrengung, jeder Krampf, Kampf erschwert die Erreichung eines Zieles. Jede Angst oder negative Emotion hat Einfluss auf die Zeitqualität.

Je positiver und freudiger unsere Gefühle sind, wenn wir an das Ziel denken, desto schneller manifestiert sich das Ziel. Daher ist es gut, vorab mit Dingen zu üben, wo es uns möglich ist, spielerisch zu sein und uns auf eine leichte Ebene zu begeben. Auf keinen Fall ist mit den Dingen zu üben, die uns sehr wichtig oder sogar belastend sind oder die mit Stress und Anstrengung für uns verbunden sind.

Wenn wir geübter sind, können wir zu den Dingen übergehen, die wirklich wichtig für uns sind. Hier ist es dann gut, mit größeren Dingen, als wir sie haben möchten, zu üben. Diese Übung zeigt, ob es noch irgendwelche Blocks oder Widerstände gibt. Wir probieren durch diese Übung sozusagen, die größeren Energien an und können spüren, ob es schon zu uns passt bzw. was passender für uns ist und was wir noch benötigen, damit wir mit dem Ziel oder Wunsch auch klar kommen.

Wichtig ist, dem Unterbewusstsein ein klares Bild vom Ziel zu geben. Es ist darauf zu achten, dass es gleichbleibt und nicht ständig verändert wird. Ansonsten kann es sein, dass unser Unterbewusstsein sonst nicht mehr weiß, wie genau das Ziel aussieht. Erst wenn wir Gewissheit haben, dass unser Bild unserem Ziel entspricht, ist es sinnvoll es an unser Unterbewusstsein weiter zu geben. Dauerhaftigkeit und Geduld sind hier das oberste Gebot!

Warum sich Wünsche häufig anders erfüllen, als erwartet

Viele unserer Wünsche gehen in Erfüllung, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Unser Wunsch symbolisiert ja das, was unsere Seele anstrebt. Manchmal erhalten wir genau die Qualität, die hinter unserem Wunsch steckt, jedoch nicht genau das, was wir uns eigentlich gewünscht haben.

Beispiel: Es geht um den Wunsch einer Partnerschaft und wir verbinden damit:
Verbundenheit, tiefe Gespräche, Ehrlichkeit, Freundschaft, Vertrauen und Anerkennung.

Kurze Zeit später tritt ein Mensch in unser Leben, mit dem wir eine enge Freundschaft (Partnerschaft) eingehen und der all die Eigenschaften, die wir mit unserem Wunsch verbunden haben, erfüllt. Somit ist der Wunsch erfüllt, allerdings jedoch auf eine ganz andere Weise, als wir es uns vorgestellt haben! Dennoch wurde dem Wunsche entsprochen! Unserer Seele ist es völlig egal, wodurch wir die Eigenschaften in uns entwickeln. Hauptsache dabei ist, dass wir die fehlenden Eigenschaften in uns nähren. Somit ist auch die genaue Formulierung eines Wunsches oder Zieles sehr wichtig.

Ebenso gibt es Wünsche, die sofort in Erfüllung gegangen sind, die einen jedoch nicht befriedigt haben, weil immer noch das Bedürfnis, was eigentlich hinter dem Wunsch stand, unerfüllt geblieben ist. Darum ist es immer wichtig herauszufinden, was wir mit einem Wunsch erreichen möchten. Gehe wie folgt vor:

Welches Bedürfnis willst du dir über den Wunsch erfüllen und welche höhere Qualität willst du in dir entwickeln?

Formuliere den Wunsch exakt so, was du genau willst. Wenn du dir Reichtum wünscht, dann benenne eine Summe und für was genau du das Geld benötigst. Was soll es dir bringen und welche Qualitäten können sich dadurch noch weiter verstärken? Visualisiere immer den Zustand und den Gegenstand den du haben willst.

Achte genau auf die Dinge, Menschen, Situationen usw., die auf dich in nächster Zeit zukommen und welche Qualitäten sie mit sich bringen.

Viele Wünsche werden erfüllt, ohne, dass wir es uns bewusst machen! Sollte die Erfüllung des Wunsches in anderer Form kommen, als wir es uns gewünscht haben, dann ist der Wunsch klarer bzw. konkreter zu formulieren.

Unser heutiger Stand entscheidet, was wir zulassen können

Unser jetziger Stand entscheidet, was wir momentan zulassen können. Um mehr zu erreichen, als das was wir bisher haben, ist es daher ebenso wichtig, unsere jetzigen Energien zu erhöhen. Hierzu ist es notwendig, dass wir uns ab sofort nicht mehr von den Sorgen, Ängsten, Nöten, Frust usw. von unseren Mitmenschen beeinflussen lassen und auf eine positive Grundhaltung achten. Das beinhaltet auch sich vor Bewertungen oder Verurteilungen fernzuhalten. Halten wir uns mit Beurteilungen auf, machen wir uns automatisch zum Magneten für die Nöte der anderen Menschen, die mit dem gleichen Thema zu tun haben, wie wir. Hier gilt es sich vorzustellen, dass alle Menschen, die das gleiche Problem lösen möchten wie wir, es auf eine ganz leichte Weise schaffen. Gemeinsam erreichen wir alle spielend leicht unser Ziel und erfreuen uns daran.

Wir haben darauf zu achten, in unserer Kraft und bei uns zu bleiben. Das beinhaltet auch, daran zu glauben, dass unsere innere Quelle unerschöpflich ist und alle Ziele, Träume oder Wünsche jederzeit realisierbar sind. In diesem Zusammenhang ist auch nochmals abzuchecken, ob wir überhaupt daran glauben, dass uns die Erfüllung unseres Wunsches zusteht. Ist der Wunsch für uns realisierbar, also erfüllbar oder hegen wir Zweifel? Können wir uns das Ziel genau vorstellen und in allen Einzelheiten ausmalen? Sofern nicht, ist zunächst die Vorstellungskraft zu trainieren.

Unsere Sichtweise entscheidet, ob wir glücklich sind

Die Bedeutung, die wir bestimmten Dingen geben und die Gefühle die wir erleben, hängen von unserer Sichtweise und unserem Blickwinkel ab. Dabei spiegelt der Blickwinkel immer nur eine von vielen Möglichkeiten wider. Er hängt somit unmittelbar mit unserer Wahrnehmung zusammen und diese hat nicht zwingend etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Unsere Sichtweise und unser Blickwinkel zeigen immer nur einen Teil-Ausschnitt des Lebens, nämlich den Teil, den wir als wichtig erachten.

Übung:
Der Blickwinkel und die Sichtweise sind ebenso wie unsere Glaubenssätze durch unsere Kindheit gefärbt. Die folgende Übung gibt nähere Hinweise zur persönlichen Sichtweise:

Außerirdische haben den Kontakt zur Erde aufgenommen und wollen den Planeten besuchen. Sie bitten darum, dass ihnen ein Film über die Welt geschickt wird, damit sie wissen, was sie hier auf dem Planeten erwartet. Du hast bei der Filmproduktion ein Mitspracherecht und darfst bestimmen, was im Film gezeigt wird.

Benenne:

  • 3-5 Dinge von der Welt, die dich beeindrucken
  • 3-5 Dinge, die dich begeistern und motivieren
  • 3-5 Dinge, die du unschön findest und die dich demotivieren bzw. herunterziehen
  • 3-5 Dinge bzw. Projekte, die du gerne auf der Erde ins Leben rufen würdest
  • 3-5 Dinge, die du gerne auf der Erde verändern möchtest

Diese Übung zeigt, wie unsere Sichtweise ist. So wie wir im Außen über die Welt denken, so denken wir auch im Inneren über uns. Die Dinge, die uns beeindrucken oder motivieren, sind unsere Motivationsmöglichkeiten. Die Dinge, die uns herunterziehen oder die wir verändern möchten, geben Hinweise auf die Bereiche, die wir noch nicht angenommen haben.

Außerdem ist über die Übung zu erkennen, was für uns momentan wichtig ist und worauf wir unseren Fokus richten. Das, worauf wir unseren Fokus bzw. unsere Aufmerksamkeit richten ziehen wir auch an. Wenn wir beispielsweise ein rotes Auto kaufen möchten und danach Ausschau halten, dann werden wir schon in Kürze überall rote Autos sehen.

Je mehr wir uns auf eine Sache konzentrieren, desto stärker nehmen wir sie wahr. Wenn wir uns finanziell eingeengt fühlen, werden wir vermutlich viele Menschen anziehen, die in einer ähnlichen Situation sind. Suchen wir einen Partner, treffen wir Menschen, die ebenfalls auf der Suche nach einer Beziehung sind und sich einsam fühlen. Gehen wir davon aus, dass die meisten Beziehungen sowieso unglücklich sind, werden wir dies auch in unserem Umfeld entsprechend bestätigt sehen.

Mache dir bewusst, dass deine Sichtweise bestimmt, wie du dich fühlst und welche Verhaltensweisen daraufhin automatisch ablaufen.

Wenn wir unsere Sicht vermehrt auf Ängste, Zweifel, also auf negative Dinge, richten, werden wir es auch mit diesen Dingen zu tun bekommen. Aufgrund unserer Sicht, steuern wir genau auf diese Dinge zu und ziehen entsprechende Situationen an. Richten wir dagegen den Blick auf unsere Ziele und Wünsche, werden wir Situationen, Lösungen usw. anziehen, die sich auf dieses Ziel beziehen.

Den Blickwinkel erweitern

Wenn wir lernen, aus verschiedenen Blickwinkeln zu schauen, dann erweitern wir damit auch unsere Sichtweise. Es lohnt sich immer, jede Sache aus verschiedenen Richtungen zu betrachten. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, eine Sache aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen.

Wenn wir uns hierzu einmal einen Spiegel anschauen. Ein Spiegel ist immer ein Spiegel, egal ob wir ihn mögen oder nicht, er bleibt ein Spiegel. Er gibt nur das wider, was wir sehen „wollen“. Wenn wir genauer hinschauen, zeigt er jedoch auch noch mehr. Normalerweise betrachten wir uns im Spiegel und schauen dabei auf unser Gesicht oder auf die Kleidung, unser Erscheinungsbild usw. Dabei betrachten wir immer nur einen Teil oder einen bestimmten Ausschnitt. Wenn wir uns die Zeit nehmen, können wir erkennen, dass der Spiegel noch viel mehr Dinge widerspiegelt, als wir bewusst wahrnehmen. Die folgende Übung macht dies deutlicher:

Übung:
Stell dich vor einem Spiegel, der sich an einer Wand befindet und schaue hinein.

  • Was siehst du?
  • Jetzt schaue nach rechts und links von dir? Ws siehst du?
  • Was befindet sich hinter dir?
  • Was ist oben zu sehen?
  • Was ist im Spiegel von dem Raum oder deiner Wohnungseinrichtung zu erkennen?
  • Jetzt betrachte den Spiegel aus der Vogelperspektive. Was nimmst du jetzt wahr?
  • Gibt es noch andere Perspektiven, die du dir anschauen möchtest?

Bereits an dieser kleinen Übung ist zu erkennen, wie viel mehr wir wahrnehmen können, wenn wir uns die Zeit nehmen, aus verschiedenen Blickwinkeln zu schauen. Je erweiterter unser Blickwinkel ist, desto mehr nehmen wir wahr. Wir können dadurch auch mehr Chancen und Möglichkeiten oder Lösungen wahrnehmen. Hierbei zählt allerdings nicht nur, wie viel wir wahrnehmen sondern auch WIE wir es wahrnehmen. Richten wir unseren Fokus auf Lösungen, Chancen und Möglichkeiten, werden wir diese erkennen. Wenn wir unseren Blickwinkel auf Probleme und Zweifel richten, werden wir überall ein Haar in der Suppe finden.

Wie wir etwas wahrnehmen und ob wir einen positiven oder negativen Blickwinkel haben, hängt mit unserer Grundeinstellung zusammen. Unser Leben besteht aus vielen Erfahrungen. Unser persönliches Empfinden entscheidet dabei, wie wir unsere Erfahrungen erleben. Wir bestimmen somit selbst, ob wir eine Erfahrung als gut und wertvoll oder als sinnlos und überflüssig empfinden. Indem wir unsere Sichtweise ändern und in jeder Erfahrung einen Sinn erkennen, bringen wir gleichzeitig unsere Grundeinstellung in eine positive Richtung.

Um das optimale im Leben erreichen zu können, ist es wichtig, eine ganzheitliche Sichtweise zu haben. Daher ist es unerlässlich, bei allem was uns begegnet, auf die Suche nach dem positiven und gleichzeitig nach dem negativen Aspekt zu gehen:

Siehe das Positive im Negativen und das Negative im Positiven.

Mache diese Übung ebenfalls mit Menschen. Siehe immer die helle und die dunkle Seite eines Menschen und betrachte ihn von allen Seiten. Nehme alles wahr, ohne etwas zu beschönigen oder etwas wegzulassen. Bewerte dabei nicht, sondern betrachte nur die Dinge, die du für dich erkennbar sind.
Diese kleine Übung schult unsere ganzheitliche Wahrnehmung und verändert zudem unsere Sichtweise.

Jeder ist für seine Lebensumstände verantwortlich

Viele Menschen denken, dass sie nur über das Leid wachsen können, und dass es ohne Leid keine Erlösung gibt. Letztendlich hat ja auch Jesus das Leid auf sich genommen. Das ist einerseits richtig, denn Jesus hat uns Menschen auf seinem Einweihungsweg gezeigt, wie wir zu unserem, wahren Ich zurückfinden können. Dabei hat er aus seiner bedingungslosen Liebe heraus, das Leid der Menschheit übernommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Menschen nur über das Leid und das Ertragen von Schmerzen die Erlösung finden werden. Dieser Glaubenssatz ist in vielen Menschen tief verankert. Er ist jedoch überholt, und entspricht nicht der kosmischen Wahrheit. Jeder Mensch kann auch ohne Leid wachsen und sich zum höchsten entwickeln.

Gott, Christus, die göttliche Liebe oder wie auch immer wir das Göttliche bezeichnen, schickt niemals Leid. Das Göttliche entscheidet auch nicht darüber, wer erkrankt oder gesund bleibt, stirbt oder lebt. Gott oder das Göttliche schickt auch niemals Bestrafungen, Kriege, Hungersnöte oder irgendwelche andere Naturkatastrophen auf die Erde. Viele machen Gott für diese Missstände verantwortlich, weil sie einen Schuldigen brauchen, auf den sie ihr eigenes Leid projizieren können.

Gott oder die göttliche Liebe greift NICHT in das weltliche und auch nicht in das kosmische Geschehen ein. Jedes Leid, das ein Mensch erfährt, ist aus seinem eigenen Denkmuster entsprungen. Jeder ist selbst für das, was er aussendet verantwortlich. Die Unwissenheit und die Unbewusstheit sind die eigentlichen Verursacher für den Kummer und für das Leid.

Leid entsteht hauptsächlich aus Nichtbeachtung, Ignoranz, Verdrängung, Verschleierung, Täuschung, Schutzmechanismen und Ablehnung. Keiner außer uns selbst trägt die Verantwortung für das, was in unserem Leben geschieht. Der göttliche Wille ist, dass alle Wesen glücklich und erfüllt sind. Keiner wird aus dem göttlichen Willen heraus zu Leid, Kummer, Unglück, Krankheit, Mangel oder in die Dunkelheit verurteilt.

Die göttliche Liebe und die Fülle sind immer gegenwärtig und immer in und um jeden Menschen vorhanden. Ob du wir sie sehen und annehmen können oder nicht, entscheiden wir allein. Der göttliche Wille lässt uns immer die freie Entscheidung bei allem was wir machen oder aber auch unterlassen. Es gibt somit keinen „Schuldigen“ den wir für unser Leben verantwortlich machen können. Aus kosmischer Sicht gibt es keine Schuld, denn jeder ist für sich verantwortlich. Es gibt daher nur die VERANTWORTUNG.

Jemand schuldig sprechen, die Schuld geben, macht uns zum Täter und den anderen zum Opfer. Fühlen wir uns dagegen selber schuldig, übernehmen wir freiwillig die Opferrolle. Bei Schuld oder Unschuld geht es lediglich um Machtkämpfe. Der Schuldige übergibt die Macht und fühlt sich machtlos und ohnmächtig. Derjenige, der die Schuld zuweist, hat dagegen die Macht übernommen. Beides ist jedoch nur ein Spiel um die Machtverhältnisse – also um Macht und Ohnmacht.

Ein wirkliches Wachstum findet durch die Schuldzuweisung oder aber durch das sich schuldig fühlen, nicht statt. Beide bleiben im Spiel der Schuld verhaftet und erkennen nicht, worum es wirklich geht und weichen der Verantwortung aus. Statt von Schuld zu sprechen, wäre es somit besser, von Bewusstheit und Verantwortung zu reden.

Jeder erntet genau das, was er ausgesät hat

Wir sind auch dafür verantwortlich, ob wir Glück erleben und zufrieden sind oder uns unwohl und unzufrieden fühlen.

Im Ziel leben:
Wenn wir heute bereits in unserem Ziel leben, machen wir uns zu einem Magneten, der genau das anzieht, was wir uns wünschen. Das beinhaltet, dass wir bewusst Entscheidungen treffen, die unsere Ziele mit berücksichtigen. Ebenfalls sollten wir den Weg der Freude gehen. Der Weg, der uns vom Herzen her am meisten anspricht, Freude und ein positives Gefühl in uns auslöst, ist dabei immer genau der richtige Weg für uns. Auf diese Weise ziehen wir genau das in unser Leben, was wir uns vom Herzen wünschen.

Wahrer Erfolg hängt von der persönlichen Wertschätzung ab und nicht vom äußeren Reichtum.

Übung:
Wie fühlt sich wahrer Erfolg für dich an? Sobald du die Energie spürst, lenke die Energie in jede Zelle deines Körpers. Aktiviere diese Energie jeden Morgen und erinnere dich im Laufe des Tages daran, dass die Erfolgsenergie ein Teil von dir ist!

Beweine niemals das, was du nicht hast, sondern sei für das dankbar, was du bereits hast!

Verschiebe nichts mehr auf morgen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass du es morgen besser machen kannst. Ebenso kannst du morgen nicht wieder etwas gut machen, was du heute gegen dich gerichtet hast. Bleibe in deiner Verantwortung und schaue dir genau an, was du heute machst. Denke stets daran, deine Saat von heute ist die Ernte von morgen. Wenn du morgen etwas anderes ernten willst, dann musst du heute schon eine andere Saat wählen.

Es gibt auf der Erde keine wirklichen Sicherheiten und auch kein Versagen. Es gibt nur Gelegenheiten und Erfahrungen.

Akzeptiere ab sofort nur noch das Beste im Leben.
Akzeptiere kein Nein, wenn es um deine Ziele oder Wünsche geht.

Erfolg basiert auf richtige Entscheidungen.
Richtige Entscheidungen sind das Ergebnis von bisherigen Erfahrungen.
Die bisherigen Erfahrungen entstehen aus Fehlern und vorherigen Entscheidungen.

Wie müssen deine Entscheidungen aussehen, um dein Ziel zu erreichen? Wie sehen die Handlungen dazu aus und wie haben deine Reaktionen auszusehen, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappen sollte?

Denke an positive Erfahrungen und nicht an negative Erinnerungen. Lasse diese los. Ziehe den Nutzen aus diesen Erfahrungen. Siehe jeden „Fehlschlag“ als einen weiteren Schritt nach vorne an und mache dir bewusst, dass es kein Versagen gibt.

Siehe das Leben als eine Herausforderung an. Sei dir gewiss, dass du dieser Herausforderung gewachsen bist.

An das zu glauben, was du erreichen möchtest und darauf vertrauen, dass es zu dir kommt. Das beinhaltet, sich auf das Ziel zu konzentrieren und nicht darauf, was du nicht mehr möchtest oder wovon du weg willst.
Für gute Laune und Energie sorgen. Durch Wut verlierst du den Überblick, durch Verzweiflung die Motivation.

Urteile und Bewertungen anschauen: Nicht mehr ins Bewerten oder Beurteilen gehen, sie sind eine Falle, weil wir das Ende nicht kennen. Alles so annehmen, wie es ist und hinterher schauen, wozu es gut war. Ein Beinbruch oder eine Krankheit kann durchaus ihren Sinn haben. Durch Urteile werden wir automatisch zu einem Magneten von dem, was wir verurteilt haben und haben uns dann später damit auseinander zusetzen!

Achte darauf, dass dein Ziel keinesfalls langweilig ist. Je langweiliger dein Ziel ist, desto langweiliger wird die Ernte und deine Motivation ist gleich Null! Suche dir daher inspirierende, herausfordernde Ziele, deren Ergebnis mit viel Spaß und Freude verbunden ist.

Verknüpfe mit dem neuen Verhalten viel Freude und Spaß. Mache dir so oft es geht den Gewinn und die Freude bewusst, die dein Ziel mit sich bringt. Belohne dich, wenn du dich neu verhältst, indem du dich lobst oder dich mit anderen schönen Dingen überrascht. Dadurch verbindet dein Unterbewusstsein automatisch das Neue mit Belohnung und Freude und wird es entsprechend unterstützen. Je einfallsreicher du in deiner Belohnungsform bist, desto stärker registriert dein Unterbewusstsein dein Ziel.

Mache das Neue bzw. dein Ziel zu einem unbedingten Muss! Sei dir 1000%ig gewiss, dass du es schaffst, dein Ziel zu realisieren. Achte stets auf dieses Sicherheitsgefühl, denn es verleiht dir die Kraft, dein Ziel auch wirklich zu erreichen. Denke daran, dass über Karate ein Mauerstein mit der Handkante durchschlagen wird und zwar nur über die Willenskraft und mit der sicheren Überzeugung, dies zu schaffen. Es wird hierzu keine Körperkraft eingesetzt!

Lächle so oft du kannst. Zauber ein Lächeln oder ein lachen auf dein Gesicht und bringe es in alle Körperteile! Grinse wie ein Honigkuchenpferd. Deine Mimik hat einen großen Einfluss auf deine Körperhaltung.

Meditation: Fülle und Reichtum
Diese Meditation aktiviert in uns den Reichtum und die Fülle. Mache diese Übung immer, wenn du dich im Mangel fühlst oder glaubst, dass dir etwas im Leben fehlt.

Lege oder setze dich bequem hin und schließe deine Augen. Atme mehrmals tief ein und aus. Lasse alles los, was dir zurzeit Sorgen und Gedanken macht. Zähl langsam von 10 bis 0 zurück und atme, während du zählst, tief ein und aus…

Wenn du bei Null angekommen bist, stell dir vor deinem geistigen Auge, einen kleinen Weg vor. Dieser Weg führt dich durch einen Wald. Am Ende des Waldes bemerkst du ein Lichtfeld. Du begibst dich dorthin und bemerkst, dass es sich bei der Lichtebene um ein goldenes Kornfeld handelt, dass sich bis zum Horizont erstreckt…

Die saftigen goldenen Kornehren wiegen sich im Wind und bewegen sich wellenförmig. Die Luft ist angefüllt mit dem Duft des reifen satten Kornes. Der warme Wind streicht sanft über deine Haut. Es ist ein heilender Luftstrom und du atmest diese heilende Kraft tief in dich hinein…

Die heilende Kraft strömt in deine Lungen und du spürst, wie heilsam diese Kraft ist. Sie füllt deinen Körper mit einer enormen Kraft auf und weht alles Alte von dir fort. Deine Lungen fühlen sich luftig und heil an. Die goldene Kraft füllt nun deinen ganzen Körper aus. In jede Zelle deines Körpers, fließt dieser heilende, luftige Windstrom, diese Kraft. Sie heilt, erneuert und belebt alles in dir. Sie gibt dir die innere Fülle und den Reichtum, der zu dir gehört…

Du verlässt das goldene Kornfeld und gehst weiter und entdeckst in einiger Entfernung einen See. Er ist ebenfalls goldfarben und verlockt mit seinem warmen klaren Wasser zum Baden. Du legst deine Kleidung ab und gehst in das warme köstliche Nass hinein…

Das Wasser trägt dich und du lässt dich auf dem Wasser treiben. Sanfte goldene Wellen berühren deinen Körper und streicheln ihn. Das Wasser des Sees ist heilend und reinigend. Es spült alles fort, was du von jetzt an nicht mehr möchtest und unterstützt dich in deinen Zielen und Wünschen…

Das Wasser reinigt und erfrischt deine Haut. Die goldene Energie füllt dein Inneres auf und du spürst, dass jede Zelle deines Körpers mit der goldenen Fülle bereichert wird. Alles in dir wird klar und rein. Diese Energie reinigt deine Emotionen und alle negativen Emotionen werden durch das heilende Wasser fortgespült. Deine Gefühlswelt stabilisiert und harmonisiert sich. Du fühlst dich reich, geborgen und Zuhause angekommen…

Zum Trocknen begibst du dich ans Ufer und legst dich in den weichen warmen goldenen Sand. Du bemerkst, dass der Sand aus feinem Goldstaub besteht, der deinen Körper sanft trägt. Du stellst dir vor, dass an den Stellen wo dein Körper den Boden berührt, Wurzeln wachsen und diese Wurzeln hinab in die Erde gehen. Sie verankern sich dort. Über diese Wurzeln bist du mit Mutter Erde verbunden. Du spürst, dass auch Mutter Erde mit einem unendlichen Reichtum gesegnet ist, an dem du teilhaben darfst…

Die Erdenergie fließt in deinen Körper, sie strömt und durchflutet deinen Körper und gibt dir irdische Kraft, Bodenständigkeit, Halt und Stärke. Dein Körper fühlt sich gesund, erfüllt und zufrieden an. Es ist eine endlose Quelle von Zuversicht und Stärke, die dich mit allem versorgt was du brauchst. Du beginnst zu verstehen, warum die Erde MUTTER genannt wird…

Dein ganzer Körper ist jetzt angefüllt mit Geborgenheit, wohliger Stärke, voll mit ruhiger innerer Kraft und unendlichem Reichtum. Du weißt, dass du ein Kind Gottes bist, und du auf der Erde bist, um neue Erfahrungen zu machen. Mutter Erde trägt dich und unterstützt dich. Sie nährt und behütet dich. Du nimmst in diesem Moment die enorme Kraft von Mutter Erde wahr, sie verleiht dir die Kraft, Stärke und Mut…

Während du so gestärkt daliegst, spürst du, dass dein Körper innen vollkommen warm ist. Die Sonne wärmt deinen Körper von außen. Die goldene Wärme breitet sich in jeder Pore, in jeder Zelle, in deinem ganzen Körper aus. Ein wohliges, herrliches Gefühl. Dein Körper ist von Kopf bis zu den Zehen warm und weit. Diese Wärme ist wohltuend und heilend und du überlässt dich immer mehr dieser heilenden Wärme.
Es ist ein herrliches und befreiendes Gefühl, denn du spürst jetzt, dass sich alle Elemente in dir vereinigt haben. Die Luft, das Wasser, die Erde und die Sonne, das Feuer. Sie stehen dir bei, sie sind immer bei dir und unterstützen dich, bei all deinen Vorhaben und Zielen. Du bist hier auf der Erde immer gut aufgehoben und sicher. Du wirst mit allem versorgt, was du benötigst und kannst jederzeit auf diese Schätze zurückgreifen…

Inzwischen ist dein Körper vollkommen getrocknet. Du genießt diese Energie, diese Kraft und dankst dem Universum für dieses wunderbare Erlebnis. Voller Kraft und Energie schwimmst du zurück zum Ufer und lässt dich von der warmen Sonne im weichen Sand am Ufer trocken. Du bemerkst, dass deine alte Kleidung nicht mehr am Ufer liegt. Es liegt jetzt eine völlig neue Kleidung dort. Du schaust interessiert, was es für eine Kleidung ist und kehrst mit dieser neuen Kleidung zurück in dem Raum, wo du dich gerade befindest. Du spürst dich hier liegen/sitzen und beginnst dich dann langsam wie eine Katze zu recken, und zu strecken. Dann öffnest du behutsam und in deinem Tempo wieder deine Augen und bist im Hier und Jetzt.

(Ende Meditation)

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