Einfacher… Kapitel 03

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Das Lebensgesetz von Rhythmus und Schwingung I

Einfacher geht es nicht (Sylvia Reifegerste)

Das Gesetz von Rhythmus und Schwingung I: Einfach mit dem Leben fließen

Warum sind wir überhaupt auf der Erde?
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum wir überhaupt auf der Erde inkarniert haben? Es wäre doch soviel einfacher, wenn wir gar nicht erst die Einheit verlassen hätten.
Klar, wäre das eine Möglichkeit. Nämlich dann, wenn wir vor hätten, uns nicht weiter zu entwickeln. Alles im Universum strebt nach einer Weiterentwicklung und nach Wachstum. Womit wir bei einem weiteren wichtigen Lebensgesetz sind:

Das Lebensgesetz von Rhythmus und Schwingung entscheidet über Stillstand oder Wachstum

Im gesamten Universum einschließlich unserer Erde steht nichts still, alles bewegt sich. Alles besteht aus Energie, die immer und ewig fließt. Alles im Universum hat seinen eigenen Rhythmus und schwingt in einem immer wiederkehrenden Kreislauf. Alle Dinge haben ihre Zeit, alles kehrt auf die eine oder andere Art wieder und verändert sich in einem bestimmten Rhythmus. Die Jahreszeiten, Ebbe und Flut, Tag und Nacht, unser Herzschlag, unser Atem.

Die Natur auf der Erde lebt es uns vor, wie das Gesetz von Rhythmus und Schwingung funktioniert. Die vier Jahreszeiten zeigen uns jährlich den ständigen Kreislauf von Neubeginn, Reifezeit, Ernte, und Sterben. Und danach beginnt der Kreislauf wieder von vorne, was auf einer Ebene stirbt, wird auf einer anderen Ebene wieder neu geboren und durchläuft den gesamten Kreislauf.

Auch wir Menschen unterliegen einem ständigen Wandel. Unser Körper schwingt, ebenso wie unsere Gedanken und Gefühle. Alles was wir aussenden unterliegt einer bestimmten Schwingung und einem Wandel. Alles bewegt sich und nichts bleibt stehen. Nichts ist von Bestand und dadurch ist auch nichts wirklich sicher.

Und damit fangen häufig unsere Probleme an, denn die meisten Menschen fürchten sich vor Veränderungen und vor dem Neuen! Aus Angst, dass sich durch eine Veränderung etwas Negatives ergeben könnte, wird lieber das Alte festgehalten und keine Veränderung zugelassen. Häufig meiden wir die Dinge, die wir nicht kennen oder die uns unvertraut sind. Damit verhindern wir jedoch unseren natürlichen Wachstumsprozess und blockieren unsere Energien. Fließen wir mit dem Rhythmus, fällt uns das Leben leicht, blockieren wir ihn, legen wir uns selber Steine in den Weg. Wir erschaffen dadurch Blockaden und Widerstände.

Wenn wir Veränderungen meiden, verhindern wir das Leben

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden ein kleines Apfel-Bäumchen in die Erde pflanzen, mit dem Ziel, dass aus dem Bäumchen ein stattlicher Baum mit vielen schönen Früchten wird, die Sie später einmal ernten möchten. Sie pflanzen das Bäumchen in die Erde und achten darauf, dass es sich mit der Erde verbindet, damit es wachsen kann. Damit das Bäumchen sich entfalten und gedeihen kann, benötigt es Wasser, gute nahrhafte Erde und Sonne. Wenn das Bäumchen Angst vor Veränderungen hätte, dürfte es jedoch nicht wachsen und müsste jeden Tag dafür sorgen, dass jedes Wachstum unterbunden wird. Es dürfte sich daher niemals mit Mutter Erde verbinden und müsste die Nahrung die ihm die Natur gibt ablehnen. Wie sich dieses Verhalten auf das Wachstum des Bäumchens und auf eine spätere Ernte auswirken würde, liegt wohl klar auf der Hand!

Oder stellen Sie sich einmal vor, Sie versuchen, das Wachstum des Apfel-Bäumchens zu verhindern, indem sie es immer wieder in die Erde zurückschubsen. Das Bäumchen würde sich nicht entwickeln können, irgendwann seine Blätter verlieren und eingehen!

Genauso verhält es sich, wenn wir Veränderungen meiden oder, wenn wir versuchen das Alte am Leben zu erhalten. Wir fließen nicht mit den Energien, sondern blockieren sie. Es ist sicherlich klar, dass uns jede Blockierung schadet und nicht förderlich für den Lebensfluss ist. Wir verhindern unsere Entwicklung und schmälern dadurch unsere Ernte! Es ist in etwa so, als wenn wir uns weigern würden, die Schule zu verlassen, um ein Leben lang in unserer alten Kinderkleidung herumlaufen zu können.

Aus Angst vor Veränderungen geben wir uns mit etwas zufrieden, was wir schon lange kennen und wiederholen immer wieder die gleichen Muster. In diesem sicheren Rahmen kann es sein, dass wir uns mit verschiedenen Dingen ablenken, um die Langeweile nicht zu spüren. Das kann soweit führen, dass aus dem Vermeidungsprogramm eine Suchtstruktur wird. Das heißt, über die Sucht wird dann das ausgelebt, was im realen Leben vermieden wird.

Anhand der folgenden Fragen können Sie sich Ihr Verhalten bewusster machen:

  • Wie empfindest Sie Ihr Leben zurzeit (ausgefüllt, lebendig, eingefahren, langweilig usw.)?
  • Wann war Ihre letzte größere Veränderung? Was war das und wie haben Sie sich gefühlt?
  • Wie haben Sie vor 10 Jahren gelebt?
  • Wie haben Sie vor 5 Jahren gelebt?
  • Wie haben Sie vor 1 Jahr gelebt?

Was hat sich in den letzten 10 Jahren in Ihrem Leben verändert (schauen Sie sich hierzu bitte alle Lebensbereiche an, wie z.B.: Beruf, Partnerschaft, Kreativität, finanzieller Bereich, persönliche Entwicklung, Probleme, Freundschaften, Eltern, spirituelle Entfaltung usw.).

Wenn wir alte Verhaltensweisen festhalten, etwas meiden, ausschließen oder umgehen oder Angst vor Veränderungen haben, schließen wir nicht nur unsere Entwicklung sondern auch die Lebendigkeit aus. Da wir nicht innerhalb des Lebensgesetzes von Rhythmus und Schwingung leben, erschaffen wir zudem ein Ungleichgewicht. Wir legen uns selber viele Steine in den Weg, ziehen Probleme in unseren Alltag. Die Folge davon sind: Blockaden und Energiestauungen auf der materiellen und körperlichen Ebene.

Denken Sie daran, es gibt auf der Erde keinen wirklichen Sicherheiten. Es gibt nur viele Gelegenheiten, die wir nutzen können oder auch nicht. Wir können daran arbeiten, dass wir uns in unserem Innern sicher und geborgen fühlen.

Finanzielle Probleme, körperliche Beschwerden und Krankheiten sowie Stillstand auf allen Ebenen, sich im Kreise drehen, Langeweile, Starrheit und Unflexibilität zeigen immer, dass wir aus dem Gleichgewicht geraten sind. Wir sind nicht im natürlichen Lebensfluss.

Unsere Energie entscheidet, was wir in unser Leben ziehen

Wie hoch unsere Energie ist und was wir dadurch anziehen, hängt von unserem Energiepotential ab, d.h., was wir momentan zulassen können. Diese Energie hat auch einen entscheidenden Einfluss auf das, was wir zurzeit anziehen. Hierauf gehe ich in Kapitel 8 noch näher drauf ein.

So wie ein Fluss in der Natur frei fließt, so verhält es sich auch mit unseren Energien. Ob unsere Energien frei fließen können, ist anhand der äußeren Umstände erkennbar. Alles was zu uns ohne jede Anstrengung fließt zeigt, dass wir im natürlichen Fluss sind. Alles was dagegen nur zögerlich, auf Umwegen, vermindert oder gar nicht zu uns fließt, zeigt, dass es Widerstände in diesem Lebensbereich gibt. Es zeigt, dass wir in diesem Bereich nicht im Einklang mit dem Lebensgesetz von Rhythmus und Schwingung leben.

Bei vielen Menschen gibt es im finanziellen Bereich einen Stau. Dieser ist daran zu erkennen, dass zu wenig Geld zurückfließt, die Ausgaben höher sind als das Einkommen oder die Einnahmen gerade einmal die Ausgaben decken. Wenn der Geldfluss im Leben nicht stimmt, ist das ein klarer Hinweis, dass der Weg, der zurzeit beschritten wird, nicht der Optimale ist. Es sagt auch aus, dass wir mit unserem bisherigen Verhalten nicht wirklich weiter kommen. Die Botschaft lautet:

„Nach neuen Möglichkeiten schauen und alte, überholte und ausgetretene Pfade zu verlassen!“

Da Geld eine Energieform ist, spiegeln alle Probleme im finanziellen Bereich wider, dass das Gesetz von Rhythmus und Schwingung verletzt wurde. Sind Beispielsweise die Ausgaben genauso hoch wie die Einnahmen, dann treten wir in irgendeinem wichtigen Lebensbereich auf der Stelle. Sind die Ausgaben höher als die Einnahmen, dann verausgaben wir uns in irgendeinem wichtigen Lebensbereich.

Hier stellen sich folgende Fragen:

  • In welchem Bereich trete ich gerade auf der Stelle und wo halte ich meine Energie zurück?
  • Wo tausche ich zu wenig Energie aus, was halte ich selber zurück?
  • Wo lasse ich keine neuen Erfahrungen zu bzw. an welchen alten Verhaltensweisen halte ich fest?
  • Wie sehen meine Beziehungen zu anderen Menschen aus?
  • Wie sieht es mit dem Nehmen und Geben in meinem Leben aus?
  • Wie stehe ich zu meinem Wert bzw. wie wertvoll empfinde ich mich?
  • Wo verhindere ich mein Wachstum und was vermeide ich?

Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss darüber, in welchen Bereichen wir etwas zu verändern haben. Grundsätzlich können wir davon ausgehen, dass wir nicht mit den Energien fließen, wenn wir uns vor Veränderungen schützen und uns im alten Fahrwasser aufhalten.

Sobald wir nun beginnen zu lernen in Energien zu denken, wird das Ganze noch verständlicher. Energie ist wertfrei und liegt außerhalb der Zwänge der Dualität. Hierbei bleibt es uns und unserem Denken überlassen, wie wir die Energie einsetzen. Machen wir aus ihr eine positive oder negative Energie, setzen wir sie konstruktiv oder destruktiv ein?

Loslassen ist Leben, festhalten ist Stillstand

Die meisten Menschen haben Probleme mit dem Loslassen, weil sie sich vor dem was dann kommt, fürchten. Das Loslassen bedeutet Leichtigkeit und Freiheit. Alles was wir loslassen können, dürfen wir behalten. Alles was wir festhalten belastet uns und macht uns unnötig schwer. Festhalten ist zudem immer mit Ängsten, Zweifeln und eine Verhinderung des Neuen verbunden.

Mache dir daher bewusst, welchen unnötigen Ballast du noch mit dir herumträgst.

Übung:
Es jetzt an der Zeit, etwas frischen Wind in deine Gedanken hineinzulassen. Lasse die frische Brise in deinen Verstand hinein, damit sich deine Gedanken neu formen und neu gestalten können. Lasse alle Gedanken, die dich zurzeit behindern, auflösen und davonziehen. Lasse sie treiben ohne sie festzuhalten. Genieße diesen Moment der Entspannung und der Ruhe.

Alten Ballast über Bord werfen
Jede schmerzhafte Erinnerung, die wir mit uns herumtragen, ist behindernd und belastend für das Leben. Diese Belastungen sind vergleichbar mit schweren Eisenkugeln, die sich an unseren Füßen befinden. Denn, durch die Erinnerung leidvoller Situationen, wird das Schmerzhafte immer wieder aktiviert und am Leben erhalten. Das bedeutet, erinnern wir uns heute an etwas Negatives, Schmerzhaftes, betrifft es nicht mehr das Gestern, sondern es wird im Heute wieder lebendig. Da das Heute das Morgen bestimmt, „sorgen“ wir dafür, dass der alte Ballast auch Einfluss auf unsere Zukunft hat.

Jede schmerzhafte Erinnerung, die wir mit uns herumtragen, ist behindernd und belastend für das Leben. Diese Belastungen sind vergleichbar mit schweren Eisenkugeln, die sich an unseren Füßen befinden. Denn, durch die Erinnerung leidvoller Situationen, wird das Schmerzhafte immer wieder aktiviert und am Leben erhalten. Das bedeutet, erinnern wir uns heute an etwas Negatives, Schmerzhaftes, betrifft es nicht mehr das Gestern, sondern es wird im Heute wieder lebendig. Da das Heute das Morgen bestimmt, „sorgen“ wir dafür, dass der alte Ballast auch Einfluss auf unsere Zukunft hat.

Solange wir den alten Ballast nicht loslassen, sondern ihn durch unsere Erinnerungen Nahrung geben, hat das Neue keine Chance. Das Alte wird am Leben erhalten. Das bedeutet, alte Erlebnisse und Gefühle bestimmen was uns im Heute und auch Morgen widerfährt. Damit endet der Kreislauf noch nicht, denn diese Samen bestimmen unser Denken, sowie unsere Emotionen und unser Handeln. Das heißt, wir gestalten mit all diesen Dingen unser Umfeld und unsere Realität

Unser Geburtsrecht sind die universelle Fülle und Glück

Grundsätzlich hat jeder Mensch ein natürliches Recht auf die Fülle und auf einen Überfluss im Leben. Wenn wir im Einklang mit dem Gesetz von Rhythmus und Schwingung sind, fließen unsere Energien. Dadurch haben wir automatisch an der universellen Fülle teil und viele Dinge werden völlig unerwartet auf uns zukommen.

Grundsätzlich hat jeder Mensch ein natürliches Recht auf die Fülle und auf einen Überfluss im Leben. Wenn wir im Einklang mit dem Gesetz von Rhythmus und Schwingung sind, fließen unsere Energien. Dadurch haben wir automatisch an der universellen Fülle teil und viele Dinge werden völlig unerwartet auf uns zukommen.

Mache dir bewusst, in welchen Dingen du verhaftet bist. Um wirklich frei sein zu können, ist es wichtig, sich von jeder Verhaftung zu lösen. Schau dir jede Abhängigkeit an und kläre, warum du die jeweilige Abhängigkeit lebst und was sie dir gibt und was sie verhindert.
Schaue dir ebenfalls deine Beurteilungen, Verurteilungen, deinen Willen und dein Ego an, denn auch sie binden dich im Negativen und halten dich fest.

Beobachte und werde dir über diese Dinge bewusst, möglichst ohne eine Bewertung. Es geht zunächst nur um eine Bewusstwerdung. Erst wenn du dir im Klaren bist, wie deine Verhaftungen im Einzelnen aussehen, entscheide dich, ob du bereit bist, dich von allen oder einigen Abhängigkeiten bzw. alten Verhaltensmustern zu trennen.

Kontrolle ist ein sehr starker Verhinderer der wahren Freiheit. Daher kläre ebenfalls, wann und wie stark du deine Kontrolle lebst. Kläre dabei für dich, warum du Kontrolle übst und wann du kontrollierst.

Mache neue Erfahrungen und übe, die Dinge ohne deine Kontrolle geschehen zu lassen. Lasse die Ängste zu die hochkommen, wenn du die Kontrolle loslässt. Schaue hinter die Ängste und kläre für dich, was genau dir Angst macht und was du befürchtest.

Sobald du dich mit dem Thema der Kontrolle beschäftigst, wird sich dein Ego melden und sich mit Zweifeln, Ärger, Widerständen, und anderen ablehnenden Reaktionen einmischen. Nehme dies zur Kenntnis und kämpfe nicht gegen diese Widerstände. Sie zeigen dir nur, dass dein Ego befürchtet, seine Macht und seine Existenzberechtigung zu verlieren.

Besänftige dein Ego und sage, dass es nicht darum geht, es zu bekämpfen, sondern, dass es dir darum geht, neue Erfahrungen zu machen damit du dich weiterentwickeln kannst. Beziehe dein Ego ein und bitte es um Unterstützung, indem es sich etwas zurücknimmt. Lasse dich nicht aufhalten, und gehe deinen neuen Weg.

Die Kontrolle beinhaltet auch die Vorausplanung. Daher übe bitte ebenfalls, so wenig wie möglich im Voraus zu planen. Entscheide so viel es geht im Hier und Jetzt. Sei spontan und mache dir keine Gedanken um das Morgen oder was in einem Monat, einem Jahr oder in 10 Jahren sein wird. Sobald deine Gedanken in die Zukunft gehen, halte sie auf und hole sie in das Heute zurück. Mache dir stets bewusst, was heute für dich wichtig ist, und was du heute zu entscheiden oder zu tun hast. Das gleiche gilt auch für deine Vergangenheit. Lasse ebenfalls die Gedanken der Vergangenheit los.

Diese Übung kann eine starke Herausforderung sein und vielleicht wirst du häufiger den Wunsch verspüren, bestimmte Dinge im Voraus planen zu „müssen“, weil es nicht anders geht. Überprüfe, ob dem wirklich so ist, und was deiner Meinung nach geschehen würde, wenn du es nicht vorausplanst.

Auf der Erde glauben die meisten, dass eine rechtzeitige Planung wichtig ist, weil das Morgen ansonsten mit unangenehmen Überraschungen verbunden sein könnte. Auf der Erde wird vermittelt, dass alles nur mit der Kontrolle und dem Vorausplanen funktionieren kann. Seid frühester Kindheit wurde es auch dir so vermittelt. Auch deine Eltern und deren Eltern haben nach diesem Prinzip gedacht und gelebt.

Deine Aufgabe besteht nun darin, dieses alte Verhaltensmuster ab sofort zu durchbrechen, um eine neue Denkweise entstehen zu lassen. Mache dir in diesem Zusammenhang bewusst, dass du durch die vorgeplanten Dinge, deinen Fokus auf die Dinge richtest, die du geplant hast. Das bedeutet, dass auch nur das zu dir kommen kann und nicht sehr viel mehr. Du schließt dadurch das Wunderbare, Vielfältige, Unerwartete, und all das was das Leben für dich bereithält, aus. Jedes Vorausplanen begrenzt dich in deinen Möglichkeiten und in deiner Entfaltung.

Die Empfehlung von Rowena lautet:

Lebe in Heute, verschiebe nichts mehr auf Morgen und warte nicht auf günstigere Umstände. Lebe jetzt, genieße das Jetzt und koste alles aus, was der heutige Tag dir schenkt. Wage den Schritt in deine wahre Freiheit, und habe Mut neue Erfahrungen zu machen.

Das wahre Kraftpotential

Woran können wir erkennen, über wie viel Kraft wir verfügen? Jeder Mensch verfügt auf seine Weise über gleichermaßen viel Kraft. Nur wenige Menschen kennen jedoch ihr wahres Kraftpotential und nutzen es. Mit dem Kraftpotential verhält es sich genauso, wie mit dem göttlichen Licht; beides ist immer in jedem Menschen vorhanden. Wie wir es wahrnehmen und in welcher Stärke wir es nutzen, hängt von unserer Einstellung und unserem Glauben ab. Wenn wir glauben, dass wir nur wenig Kraft haben, andere ständig an unserer Kraft zehren, erleben wir auch genau das. Genauso verhält es sich andersherum: Gehen wir davon aus, dass wir über unendliche Kraftreserven verfügen und jeder Fehler oder eine negative Erfahrung einen positiven Sinn hat, sind wir im Kontakt mit unserer eigenen Kraftquelle und können sie entsprechend nutzen.

Wie Schwäche in Stärke umgewandelt wird

Unser Glaube, unser Denken und Urteilen entscheiden, ob sich jemand kraftvoll und energiegeladen oder schwach und erschöpft fühlt. Dabei spielt die Selbst-Annahme eine große Rolle. Wenn wir uns so annehmen wie wir sind und auch das akzeptieren, was wir nicht sind, stärken wir unsere Energie. Jede Selbst-Kritik, jede Ablehnung führt in eine Schwäche. Jeder Teil in dir wünscht sich angenommen und geliebt zu werden. Jeder noch so negative oder schattige Teil hat eine gute Absicht für dich und möchte dich vor etwas schützen. Anstatt unsere dunklen Anteile zu verdrängen oder zu bekämpfen ist es viel produktiver und interessanter herauszufinden, wie die gute Absicht aussieht und ob dieses unbewusste Schutzprogramm heute noch auf dem aktuellsten Stand ist.

Wenn du in dieser Form mit all deinen Anteilen arbeitest, wirst du herausfinden, dass jeder Anteil seine Berechtigung und seinen Sinn hat. Siehe dir all deine Anteile bewusst an und erkenne die Stärken, die jeder noch so negative Teil in sich birgt. Nutze diese Stärke so, wie es für dich am sinnvollsten ist. So lange du die Dinge verdrängst, ablehnst oder nicht wahrhaben willst, führen sie ihr Eigenleben. Du hast nämlich keinen Einfluss auf dieses Eigenleben und das ruft Ängste hervor. Ängste wiederum schwächen dein Energiepotential. Alles was unbewusst und dadurch im Dunkeln, im Schattenbereich liegt, ruft Ängste hervor und hat den Wunsch durch Licht bzw. durch das Beleuchten, erlöst zu werden.

Übungen zur Selbstannahme

Übung: Sich ein Bild machen
Stell dich vor einen großen Spiegel, in dem du dich von Kopf bis Fuß anschauen kannst. Nehme dir Zeit dich im Spiegel zu betrachten. Schaue dich von allen Seiten an und nehme alle Einzelheiten wahr. Achte darauf, wann du ins Beurteilen gehst, egal ob es im Positiven oder im Negativen ist. Mache dir bewusst, was und wie du beurteilst. Beobachte auch, an welchen Stellen du dir mehr Zeit zum Betrachten nimmst und welche Stellen du überfliegst oder am liebsten auslassen würdest.

Prüfe abschließend, ob du auch wirklich jede Stelle angeschaut hast. Konntest du alle Stellen gut sehen? Welche konntest du vielleicht nicht sehen, weil dir das Rückwärtsschauen dabei zu hinderlich war?

Wenn du mit der Übung fertig bist, mache dir bewusst, was dir während der Übung aufgefallen ist.

Übung: Sich verlieben
Stell dir vor Du suchst eine(n) Partnerin/Partner und es begegnet dir ein€ Frau/Mann, die/der genauso ist wie du (alle Stärken und Schwächen). Könntest du dir vorstellen, dass du dich in diesen Menschen verlieben könntest?

Wenn ja, warum? Was genau fasziniert und interessiert dich an dieser Person?
Sofern nein, warum kommt diese Person nicht für dich in Frage? Welche Seiten kannst du nicht annehmen bzw. was würde dich stören? Welche Bedenken hättest du?

Über diese Übung kannst du herausfinden, was du an dir liebst und was du nicht magst. Sofern du bereit bist dich in dich zu verlieben, bist du auf einem guten Wege, dich anzunehmen und so zu lieben wie du bist. Überprüfe dabei sehr ehrlich, ob sich deine Annahme wirklich auf alle Facetten deines Seins bezieht.

Kläre abschließend, warum du bestimmte Eigenschaften als Stärken oder als Schwächen ansiehst. Finde heraus, welcher Glauben zu diesem Ergebnis geführt hat. Handelt es sich wirklich um deinen Glauben und wenn ja, wie bist du zu dieser Einstellung gekommen? Sofern es sich um eine übernommene Einstellung handelt, ist zu überprüfen, ob diese Einstellung fördernd oder hinderlich für deine weitere Entwicklung ist. Vielleicht ist es an der Zeit für eine neue Sichtweise!

Unterbewusstseinsübung: In „Fluss“ kommen
Über die folgende kleine Visualisierung kannst du alle aufgestauten Energien wieder ins Fließen bringen:

Mache es dir bequem, schließe deine Augen und atme mehrmals tief ein und tief aus. Stell dir vor deinem geistigen Auge einen Fluss vor. Kleine Bäche fließen ihm zu, und lassen ihn größer und stärker werden. Dieser Fluss bist du und die Bäche, die ihm hinzufließen, sind deine Erfahrungen.

Nun stell dir vor, dass einige der kleinen Bäche, deine schmerzhaften Erfahrungen sind. Du lässt sie jedoch nicht frei fließen, sondern hältst sie, wie das Wasser in einem Stausee, fest. Sie sind dort gefangen und können nicht fließen. Das freie Fließen des Flusses wird verhindert und er wird künstlich festgehalten. Teilweise ist das festgehaltene Wasser schon moderig und faulig geworden.

Suche jetzt nach Möglichkeiten, und schaffe Öffnungen, damit das angestaute Wasser, wieder frei fließen kann. Siehe, wie viel Freude es dem festgehaltenen Wasser breitet, wieder frei, lebendig, frisch und sprudelnd davon zu fließen, und neue Wege zu beschreiten. Durch das Loslassen deiner alten schmerzhaften Erinnerungen, bist du frei und kannst ebenfalls so frisch, sprudelnd und munter deiner Wege weiterziehen.

Sobald du spürst, dass dein Fluss wieder frei fließt, kannst du die Übung beenden, deine Augen öffnen und dich recken und strecken.
(Ende Übung)

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