Einfacher… Kapitel 04

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Das Lebensgesetz von Rhythmus und Schwingung II

Einfacher geht es nicht (Sylvia Reifegerste)

Das Gesetz von Rhythmus und Schwingung II: Einfach fühlen

Jeder hat es selber in der Hand, inwieweit er verletzt wird

Wir bestimmen selbst ob, wann und wodurch andere uns psychisch verletzen können. Niemals hat ein anderer Mensch Einfluss darauf, was uns in unserem Inneren verletzt. Wenn du bewusst bist und dich von alten Verletzungen befreit hast, ist es quasi unmöglich dich in deinem Inneren zu verletzen. Wenn du schönes dickes Haar hast und es genauso liebst wie es ist, dann würde dich eine Kritik niemals verletzen können. Wenn du jedoch dein Haar selber ablehnen würdest, dann könnte dich jede weitere negative Äußerung über dein Haar treffen und dich verletzen.

Jeder verletzte Punkt zeigt dir also nur, dass du in dir etwas ablehnst und, dass es noch etwas zu heilen gibt. Daher ist es sehr sinnvoll, mutig zu sein und sich verletzlich zu zeigen. Denn so können wir sehr viel mehr erfahren, als wenn wir uns schützen oder nach einer Verletzung mit dem Finger auf den anderen zeigen. Mache dir in diesem Zusammenhang auch immer wieder bewusst, dass sich fast alle Menschen vor Verletzungen schützen. Wir sind alle auf der Suche und jeder macht Erfahrungen, Fehler, fühlt sich verletzt, ganz genauso wie du. Die meisten handeln aus ihrer Verletzung, ihren Ängsten oder aus einem Nichtwissen heraus. Wenn du dir das bewusst machst, wird es dir leichter fallen, dich auf dich zu konzentrieren und nicht auf andere zu projizieren.

Übung: Sich beobachten und authentisch sein
Es ist sehr wichtig, sich dies bewusst zu machen, nur dadurch kannst du dich mit deiner wirklichen Verletztheit auseinandersetzen. Um die eignen Verletzungen heilen zu können, mache dir daher bewusst, wie häufig du dich selber verrätst, weil du nicht authentisch verhalten hast. Das beinhaltet, Emotionen zurückzuhalten und/oder dich hinter einer Rolle zu verstecken.

Wenn du auf die Entdeckungsreise gehst, kann es sein, dass du erstaunt bist, weil du erkennst, wie häufig du dich von deinem wahren Wesenskern entfernst. Sei bei dieser Übung ehrlich mit dir, klar und bewusst. Behandle dich liebevoll und bewerte möglichst nicht.
Mache diese Übung für ca. 4 Wochen.

Herausforderung:
Nehme dir künftig vor, mehr authentisch zu sein und zeige dein wahres Gesicht inklusive deiner Emotionen. Habe Mut und denke daran, Übung macht den Meister. Wenn dir das nicht immer gelingt, dann hast du auch die Möglichkeit, die Situation zu einem späteren Zeitpunkt gedanklich zu verändern. Lasse hierzu abends nochmals den Tag Revue passieren und mache dir bewusst, in welcher Situation du wahrhaftig oder in welcher du von dir weggegangen bist. Gibt es eine oder mehrere Situationen, die korrigiert werden können, stelle dir einfach die Situation noch einmal in deinem Geiste vor. Verhalte dich im Geiste in dieser Situation dann so, wie du wirklich bist. Nehme hierbei alle Einzelheiten wahr.

Durch diese Nachkorrektur verhinderst du den Selbstverrat und den damit verbunden inneren Schmerz. Außerdem bekommst du eine gewisse Praxis darin, wie du wirklich bist und dadurch wird deine Wahrhaftigkeit geschult.

Mache die folgende kleine Übung immer dann, wenn du das Gefühl hast, dass deine Energien ins Stocken geraten oder blockiert sind.

Gefühle und Ängste

Gefühle sind häufig unsere stärksten Gegner im Alltag, denn sie sind häufig mit Ängsten für uns verbunden. Viele bekämpfen, unterdrücken, vermeiden, beschönigen, dramatisieren oder zerreden daher ihre Gefühle. Das Fühlen ist jedoch wichtig und jedes Gefühl gehört genauso zu uns, wie das Ein- und Ausatmen. Wenn wir nicht lernen mit unseren Gefühlen klar zukommen, haben wir so gut wie keine Chance, ein wirklich erfülltes Leben nach Wunsch zu führen.

Grundsätzlich ist es so, dass wir mit allem was wir sehen, wahrnehmen, hören, riechen, schmecken ein entsprechendes Gefühl verbinden. Durch unsere früheren Erfahrungen, ist kaum noch etwas neutral für uns, sodass wir genau wissen, ob wir etwas als angenehm oder unangenehm einstufen. Die Gefühle haben genauso, wie Fragen und Worte somit einen sehr großen Einfluss auf unser Verhalten und auf unsere Handlungen.

Die größte Herausforderung besteht bei uns Menschen im Zulassen der gesamten Gefühlspalette. Wer will schon gerne freiwillig Hass, Neid, Eifersucht oder gar Gefühle von Nicht-Angenommen sein, Ablehnung oder Zurückweisung in sich spüren? Da wir negative oder fremde Gefühle immer wieder mit schmerzlichen Ereignissen aus der frühsten Kindheit verbinden und es als Kind um ein tausendfaches stärker empfunden haben, als es jetzt der Fall wäre, versuchen wir uns vor derartigen Gefühlen zu schützen. Leider schützen wir uns dadurch aber auch von den wirklich guten Dingen im Leben und viele Dinge können uns nicht erreichen, weil wir krampfhaft die Türen verschlossen halten.

Gefühle und Emotionen sind nicht das Gleiche

Jedes Erlebnis verbinden wir mit bestimmten Bildern, Gedanken und Emotionen. Dabei sind Emotionen wie z.B. Wut, Groll, Ärger, Hass, Eifersucht bei vielen Menschen unbeliebt und gerade in den spirituellen Kreisen häufig unerwünscht. Aus Angst sich zu outen, das Gesicht zu verlieren, verletzt zu werden, den anderen zu verlieren oder nicht negativ zu wirken, werden die negativen Emotionen häufig zurückgehalten und nicht nach Außen gezeigt. Wir tragen lieber eine Maske und verstecken unsere wahren Gefühle dahinter. Nach Außen hin lächeln wir, obwohl es vielleicht tief in uns brodelt. Dadurch kommt es zu energetischen Anstauungen und Blockaden, denn ein Großteil der negativen Energien wird im Körper festgehalten. Es kommt im Körper zu Anspannungen, Verspannungen und Verkrampfungen.

Viele Menschen gehen davon aus, dass Gefühle und Emotionen identisch sind. Die Lichtebene unterscheidet Gefühle und Emotionen. Danach sind Gefühle nicht abhängig davon, wie wir sie wahrnehmen, sondern sie beschreiben nur das was sie sind. Das bedeutet: Liebe ist Liebe und Trauer ist Trauer, völlig unabhängig davon wie wir selber Liebe oder Trauer definieren oder empfinden. Erst die Bewertung unserer Empfindung macht ein Gefühl zu einer Emotion. Nicht alle Menschen empfinden Gefühle, wie Liebe, Trauer, Lust usw. gleich. Die Emotion hängt somit von dem subjektiven Empfinden und von unserer Bewertung ab. Erst durch unsere Empfindung machen wir also ein Gefühl zu einer Emotion. Unsere Beurteilung entscheidet dabei, wie stark oder schwach wir die Emotion erleben und ob wir sie als angenehm oder unangenehm empfinden.

Jede Emotion ist aus Gedanken entstanden. So wir wie wir denken, so empfinden wir auch. Emotionen sind somit eine Verdichtung von Gedanken. Sie machen sich im Astralkörper als Energie bemerkbar. Das Wort Emotion (lateinisch= e-movere) bedeutet, sich nach außen bewegen und beinhaltet immer Bewegung. Eine Emotion ist eine Energiewelle, die danach verlangt, auf etwas gerichtet zu werden. Geschieht das nicht, entsteht eine Spannung. Jede Emotion will heraus und sich bewegen. Wird sie festgehalten und nach Innen gerichtet, kommt es automatisch zu Anstauungen, die letztendlich zu Aggressionen führen. Nicht gelebte Emotionen sind die Ursache von Aggressionen. Sind wir erst einmal im Bereich der Aggressionen angekommen, haben wir nur noch wenig Einfluss, denn sie führen ihr Eigenleben und sie sind schwerer zu kontrollieren als die Emotionen. Anhand von Aggressionen oder aggressiven Verhaltensweisen ist zu erkennen, inwieweit jemand seine Emotionen lebt oder aber verdrängt.

Prüfe in diesem Zusammenhang einmal, wie es mit deiner Aggressivität aussieht. Stellst du fest, dass du häufiger aggressiv bist, dann mache dich auf die Suche, welche Emotionen du unterdrückt oder zurückgehalten hast.

Wer sich vor Emotionen schützt, verletzt sich selber

Wer Angst vor Verletzungen hat, wird vermutlich mit verschiedenen Emotionen Schwierigkeiten haben und sich lieber schützen. Um uns nicht verletzlich zu zeigen, spielen wir häufig nach Außen eine Rolle und verstecken unsere wahren Empfindungen hinter einer Maske. Dieser Schutz ist jedoch eine Illusion. Nach dem kosmischen Gesetz der Anziehung, ziehen wir alles an, was wir ablehnen und wovor wir Angst haben. Auch wenn wir im Außen keine direkte Verletzung erleben, so erleben wir sie dennoch in uns. Wir verletzen uns selbst, weil wir uns selber verraten, denn durch unseren Schutz zeigen wir nicht unser wahres Ich. Somit wird das wahre Ich jedesmal verraten, wenn wir uns anders zeigen als wir sind. Dies führt zu einem inneren Schmerz, weil wir uns in dem wie wir wirklich sind, nicht annehmen sondern (indirekt) ablehnen.

Aus Gefühlen lernen

Gefühle sind etwas Wunderbares und es gibt keine schlechten Gefühle. Nur unsere Bewertungen entscheiden, ob ein Gefühl bzw. eine Emotion als angenehm, unangenehm, schlecht oder gut empfunden wird. Heftige Emotionen, sind auch nicht als Feinde oder als eine Bedrohung anzusehen. Genauso wie sich hinter Krankheiten oder Beschwerden eine Botschaft des Körpers versteckt, können wir mit unseren Emotionen arbeiten und lernen zu verstehen, was hinter den Emotionen wirklich steckt.

Somit ist es sehr sinnvoll, wenn wir lernen unsere Emotionen effektiv zu nutzen. Als erstes ist es notwendig, unsere Einstellung zu verändern und zwar in der Form, dass wir Emotionen nicht als etwas Lästiges oder Bedrohliches betrachten sondern sie als ein Geschenk ansehen. Statt sie zu bekämpfen, verdrängen, vermeiden oder sie aufplustern, wäre es ratsam, sie zu unseren Verbündeten zu machen. Das bedeutet, hinter unsere Emotionen zu schauen und zu erkennen, welcher Teil in uns verletzt ist und welche Heilung in diesem Bereich benötigt wird.

Zunächst ist es wichtig zu erkennen, mit welchen Emotionen wir es zu tun haben. Wenn wir Wut, Ärger, Groll, Trauer usw. spüren, wäre es sinnvoll, nach Innen zu schauen und zu überprüfen, ob es wirklich so ist, dass Wut, Ärger, Groll, Trauer die Ursache sind. Was hat dazu geführt? Vielleicht steckt eine Verletzung, Kränkung, Angst vor Verlust dahinter oder ein minderwertiges Denken (versagen, hilflos, schwach, wertlos usw.). Sobald wir den wirklichen Grund herausgefunden haben, ist es wichtig, in die Akzeptanz zu gehen. Das bedeutet, zu akzeptieren, dass wir uns verletzt usw. fühlen und das in die Wut oder Trauer führt.

Der nächste Schritt besteht darin mit der Emotion zu arbeiten und herauszufinden, welche Glaubensmuster sich dahinter verbergen. Danach ist zu klären, welche neuen Glaubensmuster erforderlich sind, um andere Wege zu gehen und dadurch andere Gefühle zu erleben, als bisher.

Lichtmeditation: Zustand von Ruhe und Gelassenheit

Wann immer du das Gefühl hast, dass dich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hat, du nicht im Kontakt mit dir bist oder außerhalb von dir bist, mache die folgende kleine Lichtmeditation:

Lege oder setze dich hin, schließe deine Auge und atme mehrmals tief ein und aus…
Nachdem du ruhig und entspannt bist, visualisiere dir ein Purpur – Violettes Licht. Atme dieses Licht tief in dich hinein und fülle jede Zelle deines Körpers mit diesem Licht. Während du ausatmest, lasse alles los, was dich zurzeit belastet. Mache dies ein paar Mal und lasse dir dabei Zeit ….

Stell dir nun vor deinem geistigen Auge einen kleinen Weg vor den du entlang gehst. Die Sonne ist am Untergehen und die Abenddämmerung beginnt. Der Himmel ist von dunklen Rot- und Lilatönen eingefärbt. Die ganze Landschaft ist von diesem wunderschönen Licht umgeben. Herrlich und atemberaubend schön. Das Licht hüllt dich ein und es fühlt sich wie eine zärtliche und liebevolle Umarmung an.

Du gehst deinen Weg weiter. Er führt dich zu einer Höhle und du beschließt, in diese Höhle hineinzugehen. An den Wänden hängen Fackeln. Ihr sanftes Licht gibt dem Inneren der Höhle einen faszinierenden Anblick. Es sind Lichterspiele an den Wänden der Höhle zu sehen und die bizarren Tropfenartigen Gesteine wirken wie von einem anderen Planeten. Du gehst tiefer in die Höhle hinein…

Du bist schon eine ganze Weile gegangen und nimmst wahr, dass die Wände der Höhle aus Purpurfarbenen Rubinen und reinen Amethysten bestehen. Sie funkeln und strahlen in allen Tönen der Farben Purpur und Violett. Du spürst, wie das Purpur-Violette Licht dich tief in deinem Inneren berührt. Du gehst tiefer in die Höhle…

Vor dir liegt ein unterirdischer See. Auch er hat die gleiche Purpur-Violette Farbe wie die Wände. Du verspürst Lust in diesem See zu baden. Du ziehst deine Kleidung aus und tauchst in das herrliche violette Nass hinein. Das Wasser ist angenehm warm und es fühlt sich wie ein seidiges Ölbad an. Du spürst, wie sich die Purpur-Violette Farbe immer mehr in deinem Körper ausbreitet. Während du in dem See badest, füllt sich jede Zelle deines Körpers mit diesem violetten Licht.

Das Licht reinigt deinen Körper und befreit ihn von allen Spannungen, Widerständen und Blockaden. Es beseitigt auch deine physischen Beschwerden. Mit diesem Licht lernst du auch loszulassen und du wirst immer klarer, reiner und von der Kraft des Verstehens, des Vergebens und der allumfassenden Liebe durchdrungen.

Eine tiefe Ruhe und Gelassenheit erfassen dich. Du genießt diesen Zustand und weißt in diesem Moment, alles ist genauso richtig und gut, so wie es ist …

Die Zeit des Abschieds ist nun gekommen. Du gehst aus dem Wasser hinaus. Am Rande des Wassers liegt ein Handtuch mit dem du dich sanft abtrocknest. Deine Haut prickelt, pulsiert und fühlt sich wunderbar an…

Nachdem du deine Kleidung wieder angezogen hast, schaust du noch einmal zum Wasser. Du beugst dich über das Wasser und betrachtest dein Spiegelbild. Es strahlt Liebe, Gelassenheit, Frieden und vollkommene Schönheit aus.

Du nimmst auch wahr, dass dein Vertrauen zu dir stärker geworden ist. Du fühlst dich selbstbewusst, voller Kraft und innerlich gestärkt.

Du bedankst dich bei der Purpur-Violetten Schwingung und verlässt nun die Höhle. Du machst dich auf dem Heimweg und kehrst über deinen kleinen Weg wieder zurück an dem Ort, wo du liegst oder sitzt. Du nimmst deinen Körper wahr und beginnst ihn zu strecken und zu recken. Dann öffne langsam und in deinem Tempo wieder deine Augen, sei im Hier und Jetzt.

Spüre nach, wie du dich fühlst und verweile noch einen Moment.

(Ende Meditation)

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