Einfacher… Kapitel 05

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Gesetz des Geistes I

Einfacher geht es nicht (Sylvia Reifegerste)

Das Gesetz des Geistes I: Einfach denken

Nach dem „Lebensgesetz des Geistes“ ist alles realisierbar

Alles im Universum besteht aus Energie und stammt daher aus der geistigen Ebene. Der Schöpfergeist stammt aus der ewigen Quelle, die mental ist. Alles hat irgendwann einmal mit einem Gedanken begonnen. Das mentale erschafft und formt die Materie. Vor dem Wort steht also immer der Gedanke. In Verbindung mit dem Gedanken entsteht in uns ein Bild und ebenso Gefühle. Über unsere Gefühle geben wir den Gedankenbildern Kraft, um sich zu verwirklichen. Je intensiver wir in uns ein Gefühl erleben, desto schneller manifestiert sich der Gedanke. Das heißt, er wird real.

Über unsere heutigen Gedanken erschaffen wir unsere eigene Zukunft. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Energie stets der Aufmerksamkeit folgt. Das heißt, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dort fließt die Kraft hin.

Gedanken sind federleicht

Gedanken gehören dem Element Luft an. Gedanken bestehen aus feinen leichten Schwingungen. Erst wenn sie sich materialisieren, werden sie grobstofflich. Da Gedanken jedoch leicht und fein sind, können sie schneller verändert werden, als zum Beispiel Dinge, die sich bereits materialisiert haben.

Der irdische Verstand hat Einfluss auf unsere Gefühlswelt bzw. besser gesagt, auf die Emotionen. Wie wir ein Gefühl empfinden, hängt von den vorausgegangenen Gedanken und den bisherigen Erfahrungen ab. Das heißt, es gibt kaum noch ein Gefühl, dass wir neutral bzw. pur empfinden. Die meisten Gefühle sind durch unsere Erinnerungen positiv oder negativ gefärbt. Sobald wir über das Glück entzückt sind, die Liebe als etwas besonders Schönes und den Hass als fürchterlich empfinden, sind diese Gefühle zu Emotionen geworden.

Unsere Gedanken bestimmen, wie wir uns fühlen

Unser Denken über jede Situationen bestimmt somit, wie wir uns fühlen und hat auch Einfluss darauf, wie wir uns anschließend verhalten. Anhand unserer Gefühle und Emotionen können wir unsere vorausgegangenen Gedanken erkennen. Wir können aber ebenso anhand unserer Gedanken erkennen, welche Gefühle wir dadurch aktivieren und wie wir darauf reagieren. Dieser Kreislauf bestimmt, was wir in unser Leben ziehen und erleben sowie, was wir dadurch realisieren. Es lohnt sich auf die Entdeckungsreise zu gehen und zu beobachten, wie die täglichen Gedanken aussehen.

Wie wir denken, was wir denken, alles ist subjektiv. Alles was wir denken, hängt von unseren Glaubensmustern ab. Wir haben die Macht und die Freiheit der Gedanken. Alles, was wir tun und denken kommt zu uns zurück! Wenn wir denken „das Leben ist mühsam und schwer“, wird unser Leben mühsam und schwer sein. Wenn wir denken „unser Leben ist voller Wunder und schön“, werden wir Wunder erleben und unser Leben als schön empfinden.

Übungen zur Bewusstwerdung:
Mache dir mehrmals (mindestens 3-5-mal) an Tag bewusst, was du gerade in diesem Moment denkst. Wie sehen deine Gedanken aus, wenn du nicht bewusst denkst? Achte darauf, wie dein unbewusstes Denken aussieht und worum sich diese Gedanken hauptsächlich drehen. Mache dir auch bewusst, ob diese Gedanken in eine positive oder negative Richtung gehen.
Egal, was du gerade machst, überprüfe dein unbewusstes Denken und finde heraus, in welche Richtung gerade deine Gedanken gehen.

Wie sehen deine Gedanken aus, wenn du bewusst über etwas nachdenkst? Sind diese Gedanken fördernd, öffnend, motivierend oder einschränkend, verurteilend oder von Sorgen geprägt?
Mache dir zu beiden Übungen bewusst, dass das, was du täglich denkst (ob bewusst oder unbewusst, zur Realität wird und prüfe, ob du diese Realität tatsächlich so haben willst.

Überprüfe jetzt welchen Einfluss deine Gedanken auf deine Gefühle haben. Schau dir hierzu deine Gefühle/Emotionen und deine dazugehörigen Gedanken einmal näher an.
Wie sind deine Gedanken zu dem jeweiligen Gefühl?
Beziehe dabei bitte immer beide Pole ein; also Liebe und Hass, Freude und Trauer usw. Sobald du gedanklich eine Wertung im Sinne von negativ und positiv machst, sind deine Gefühle nicht mehr pur, sondern von deinem Denken abhängig.

Erst wenn lernen, neutral über etwas zu denken, und beide Pole als etwas Gleichwertiges ansehen, indem wir sie beide annehmen, wird sich das Fühlen entsprechend verändern. Das heißt wir werden wieder reine pure Gefühle in uns erleben.
Wenn wir von unseren Gedanken sprechen, haben wir uns auch bewusst zu machen, wie wir gedanklich mit uns umgehen.

Wie sprichst du mit dir, wenn du gedanklich mit dir redest? Redest du nett, nachsichtig und verständnisvoll mit dir oder bist du gedanklich mehr vorwurfsvoll, maßregelnd, überrollend machtvoll und kritisierend? Ist die Stimme weiblich oder männlich und wem ähnelt die Stimme? Wie würdest du reagieren, wenn in dieser Form ein Mensch mit dir reden würde?

Achte künftig darauf, dass du innerlich so mit dir sprichst, dass du dich motiviert und gut fühlst.

Denke künftig nur noch das, was du auch wirklich realisieren willst

Solange der irdische Verstand Situationen beurteilt, verurteilt und das Denken somit in positiv und negativ unterteilt, ist auch dein Wille bzw. dein Wollen davon abhängig. Wenn du etwas willst oder etwas nicht willst, dann überprüfe, warum das so ist. Was willst du erreichen oder verhindern und warum? Dieses bewusste Hinterfragen wird dir Aufschluss darüber geben, worum es tatsächlich geht und was dir fehlt, bzw. was du brauchst, um zur Ganzheit zurückzukommen.

Wie bereits gesagt, bestimmt unser Denken unsere Realität. Das, was wir aussenden, kehrt zu uns zurück. Alles, was uns umgibt, haben wir uns durch unser Denken selber erschaffen, wenn auch nicht immer bewusst oder gar gewollt. Somit haben wir es aber auch in der Hand, unsere Realität zu verändern, denn wir sind mit einem freien Willen geboren worden und haben daher immer die freie Wahl. Lasse alte Denk- und Glaubensmuster los, denn sie sind dein Gefängnis.

In diesem Zusammenhang tauchen immer wieder Fragen auf, die in die folgende Richtung gehen:

„Wieso bin ich dann nicht erfolgreich, schlank, reich, schön, habe keinen Partner, einen Beruf der mich erfüllt oder ein erfüllteres, besseres Leben? Ich wünsch mir doch von ganzem Herzen, dass mein Leben glücklich und voller Wunder ist, warum erlebe ich es dann nicht auch so?“

Alles, was wir denken, ist möglich

Die Gedanken sind frei, wir können alles denken. Dadurch ist auch alles möglich, sogar das Unmögliche. Gedanken sind Energien, welche wir erzeugen. Was auch immer wir denken, wie wir handeln, es kommt zu uns zurück. Wir tragen somit für jeden Gedanken auch die volle Verantwortung. Durch unser Denken beeinflussen wir also das „Lebens-Echo“, nämlich genau das, was auf uns zukommt. Wünschen wir anderen „Gutes“ oder „Schlechtes“, kommt es im gleichen Masse auf uns zurück! Durch unsere Gedanken verfügen wir über ein enormes Machtpotential. Macht, die im positiven Sinne für die eigene Lebensgestaltung angewandt werden kann. Das Schöne an diesem wunderbaren Lebensgesetz ist, dass dadurch jeder sein eigenes Gestaltungsrecht für sein Leben hat!

Achte daher künftig darauf, was du denkst. Überprüfe mehrmals am Tage deine Gedanken und frage dich:

  • Stimmen meine Ziele mit dem überein, was ich erleben möchte?
  • Fördern meine Gedanken meine Ziele und Wünsche?
  • Sind meine Gedanken aufbauend und motivierend?
  • Wie wirken sich meine Gedanken auf mein Grundgefühl aus?

Achte darauf, dass du nur noch DAS denkst, was du auch realisiert haben möchtest. Lösche alle anderen Gedanken aus

Jeder schlechte Gedanke in Bezug auf andere Menschen, schwächt deine eigene Energie und die des anderen.
Denkst du über andere negativ, bindest du sie an dich. Alles, was im Negativen und natürlich auch im Positiven erschaffen wurde, fällt immer auf den Verursacher zurück. Es handelt sich hierbei um das kosmische Gesetz der Anziehung. Jeder erntet das, was er ausgesät hat. Auch das Positive kommt zurück zu dir, jedoch findet im Positiven keine Bindung an andere Menschen statt. Allerdings ist bei allen positiven Gedanken auch zu überprüfen, ob sich hinter den guten Gedanken eine Erwartungshaltung verbirgt. Ist dies der Fall, dann stammen die guten Gedanken nicht aus dem Herzen sondern aus dem Ego und es findet weiterhin eine Bindung statt.

Das Spiegelprinzip

Ein Spiegel zeigt alles, was dein Äußeres ausmacht.
Je nachdem wie dein Spiegel beschaffen ist, groß, klein, klar, verschwommen, verzerrt, unrein oder rein, brillant zeigt, wie du dich im Spiegel wahrnimmst. Es kann also auch sein, dass dein Spiegel dir eine Illusion vortäuscht oder du dich täuscht, weil du nicht richtig in ihn hineinschaust.

So, wie du dich vor einem Spiegel stellen und von allen Seiten betrachten kannst, so hast du die Möglichkeit, dich durch dein Umfeld und durch anderen Menschen, widerzuspiegeln.
Die meisten projizieren ihre Gedanken und Gefühle auf das Umfeld und sind der Meinung, diese Dinge gehören nicht zu ihnen sondern zu den anderen. Jedes Verurteilen, Beurteilen, jede Kritik, alles was dich betroffen macht, betrifft dich selbst. Es gehört daher zu dir und zu deinen Anteilen. Du siehst in dem anderen nur dein eigenes Spiegelbild.

Alles, was dich umgibt, sagt etwas über dich und dein Inneres aus. Hierzu gehört auch das Wetter. So wie du das Wetter beurteilst und empfindest, so spiegelt dir dein inneres Barometer, deine Stimmung wider. Jede Sorge oder Betroffenheit über die vielen Missstände auf der Welt, wie z.B. Ungerechtigkeiten, Kriege, Hungersnöte, Gewalt usw., zeigen, dass du selber in dir einen Anteil trägst, der sich im „Missstand“ befindet.

Alles was wir ablehnen, nicht annehmen oder verurteilen, hat etwas mit uns zu tun!

Nach dem Spiegelprinzip finden wir alle Dinge in uns vor, die wir bei anderen nicht annehmen können. Die Projektion findet nicht immer auf der gleichen Ebene statt, daher ist es manchmal sehr herausfordernd, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Das Spiegelprinzip beinhaltet natürlich nicht die gleiche Tat oder Vorgehensweise.

Wenn ich zum Beispiel eine Vergewaltigung oder Gewalt ablehne, heißt dass nicht, dass ich selber ein potentieller Vergewaltiger oder Gewalttäter bin. Es kann jedoch sein, dass ich mich durch meine eigene Art selber vergewaltige oder mir bzw. meinen Körper durch selbstzerstörerische Verhaltensweisen Gewalt zufüge.

Nutze den großen Spiegel deiner Umgebung und habe den Mut, hineinzuschauen

Lasse dich nicht von den kleinen Dingen ablenken sondern schaue dabei auf das Wesentliche. Wenn du z.B. Probleme mit der Gewalt oder den Kriegen hast, dann frage dich: in welchen Bereichen wendest du in deinem Inneren Gewalt an? Wo vergewaltigst du dich selbst? Welche Teile in dir führen gerade einen Krieg, und mit welchem Bereich gilt es inneren Frieden zu schließen? Beziehe das Äußere auf dein Inneres und erkenne, was es mit dir zu tun hat. Danach verändere es in dir.

Manche Menschen erscheinen einem so unangenehm, dass es kaum möglich ist, sie als einen Spiegel von sich zu sehen. Es ist einfacher zu denken:

„Damit habe ich nun wirklich nichts zu tun, so bin ich nicht und so war ich niemals und so werde ich auch nie sein, denn das lehne ich nun wirklich ab.“

Gerade hier schaue noch einmal genau hin, denn hier ist ein Anteil, bei dem es dir besonders schwer fällt, ihn anzunehmen. Da du diesen Anteil sogar ablehnst, gehört er zu deinen ungelebten Anteilen. Auch wenn der Anteil verdrängt und nicht bewusst gelebt wird, ist er dennoch in dir aktiv. Er hält sich in deinem sogenannten Schattenbereich auf, und lebt dort ein Eigenleben.

Nutze deine negativen Gedanken!

Wenn du schlecht über einen anderen Menschen denkst oder ihn verurteilt hast, dann mache es dir zur Aufgabe, mit diesen Gedanken zu arbeiten. Schau dir einmal an, warum du negativ denkst. Gibt es etwas Negatives in deinem Leben, was du auf den anderen projizierst? Nutze die Dinge, die du bei dem anderen siehst und schaue, inwieweit es dich selber betrifft.

Diese Klärung bedarf ein wenig Erfahrung, denn es ist nicht immer ganz einfach zu erkennen, dass wir die Dinge, die wir ablehnen oder verurteilen, auch keimhaft in uns selber tragen. Sobald du weißt, was es mit dir zu tun hat, gehe in die Annahme für dich und beziehe dabei auch die andere Person mit ein. Durch die Annahme löst du die negativen Gedanken auf. Das heißt, es findet keine Bindung mehr im Negativen statt.

Nutze die Chance, und schau in jeden, dir noch so unangenehmen Spiegel hinein. Betrachte die Personen, die dir etwas widerspiegeln, aus einer Distanz heraus. Dann mache dir bewusst, was genau es ist, was du so besonders ablehnst. Vielleicht sind es Dinge, die du dir selber nicht zugestehst, die du dir selbst verboten hast, aber dennoch in dir trägst.

Für den Fall, dass du zu dem Ergebnis gekommen bist, dass deine Gedanken oder dein Urteil nichts mit dir zu tun haben, bitte die Lichtebene um Unterstützung. Bitte um Klarheit und Hinweise, denn du kannst hundertprozentig davon ausgehen, dass du etwas übersehen hast.

Prüfe morgens, wie dein Energiehaushalt aussieht

Beobachte deine Energie tagsüber und kläre, wann sich dein Energiehaushalt verändert. Wodurch verringert, erhöht oder stabilisiert er sich? Prüfe, was oder wer dir Energie gibt oder nimmt. Was oder wem du Energie gibst oder nimmst.
Kläre auch, wie die Energien von Menschen aussehen, denen du begegnest. Wie sehen ihre Energien nach der Begegnung aus? Haben sie mehr oder weniger Energie? Wie sieht es mit deinen Energien aus?

Beobachte nur, ohne zu werten oder etwas zu tun. Es geht nur um das Wahrnehmen der Energien.
Beobachte auch andere Menschen und ihren Energiehaushalt. Prüfe die Energien anderer Menschen. Über welche Energien verfügen sie und wie nutzen sie sie?

Durch diese Vorgehensweise bekommst du eine ganzheitliche Sichtweise, die sich immer positiv auf dein Wachstum und dein Energiepotential auswirken wird.

Übungen zur Bewusstwerdung:
Mache dir mehrmals (mindestens 3-5-mal) an Tag bewusst, was du gerade in diesem Moment denkst. Wie sehen deine Gedanken aus, wenn du nicht bewusst denkst? Achte darauf, wie dein unbewusstes Denken aussieht und worum sich diese Gedanken hauptsächlich drehen. Mache dir auch bewusst, ob diese Gedanken in eine positive oder negative Richtung gehen.
Egal, was du gerade machst, überprüfe dein unbewusstes Denken und finde heraus, in welche Richtung gerade deine Gedanken gehen.

Wie sehen deine Gedanken aus, wenn du bewusst über etwas nachdenkst? Sind diese Gedanken fördernd, öffnend, motivierend oder einschränkend, verurteilend oder von Sorgen geprägt?
Mache dir zu beiden Übungen bewusst, dass das, was du täglich denkst (ob bewusst oder unbewusst, zur Realität wird und prüfe, ob du diese Realität tatsächlich so haben willst.

Überprüfe jetzt welchen Einfluss deine Gedanken auf deine Gefühle haben. Schau dir hierzu deine Gefühle/Emotionen und deine dazugehörigen Gedanken einmal näher an.
Wie sind deine Gedanken zu dem jeweiligen Gefühl?
Beziehe dabei bitte immer beide Pole ein; also Liebe und Hass, Freude und Trauer usw. Sobald du gedanklich eine Wertung im Sinne von negativ und positiv machst, sind deine Gefühle nicht mehr pur, sondern von deinem Denken abhängig.

Erst wenn lernen, neutral über etwas zu denken, und beide Pole als etwas Gleichwertiges ansehen, indem wir sie beide annehmen, wird sich das Fühlen entsprechend verändern. Das heißt wir werden wieder reine pure Gefühle in uns erleben.
Wenn wir von unseren Gedanken sprechen, haben wir uns auch bewusst zu machen, wie wir gedanklich mit uns umgehen.

Wie sprichst du mit dir, wenn du gedanklich mit dir redest? Redest du nett, nachsichtig und verständnisvoll mit dir oder bist du gedanklich mehr vorwurfsvoll, maßregelnd, überrollend machtvoll und kritisierend? Ist die Stimme weiblich oder männlich und wem ähnelt die Stimme? Wie würdest du reagieren, wenn in dieser Form ein Mensch mit dir reden würde?

Achte künftig darauf, dass du innerlich so mit dir sprichst, dass du dich motiviert und gut fühlst.

Denke künftig nur noch das, was du auch wirklich realisieren willst

Solange der irdische Verstand Situationen beurteilt, verurteilt und das Denken somit in positiv und negativ unterteilt, ist auch dein Wille bzw. dein Wollen davon abhängig. Wenn du etwas willst oder etwas nicht willst, dann überprüfe, warum das so ist. Was willst du erreichen oder verhindern und warum? Dieses bewusste Hinterfragen wird dir Aufschluss darüber geben, worum es tatsächlich geht und was dir fehlt, bzw. was du brauchst, um zur Ganzheit zurückzukommen.

Wie bereits gesagt, bestimmt unser Denken unsere Realität. Das, was wir aussenden, kehrt zu uns zurück. Alles, was uns umgibt, haben wir uns durch unser Denken selber erschaffen, wenn auch nicht immer bewusst oder gar gewollt. Somit haben wir es aber auch in der Hand, unsere Realität zu verändern, denn wir sind mit einem freien Willen geboren worden und haben daher immer die freie Wahl. Lasse alte Denk- und Glaubensmuster los, denn sie sind dein Gefängnis.

In diesem Zusammenhang tauchen immer wieder Fragen auf, die in die folgende Richtung gehen:

„Wieso bin ich dann nicht erfolgreich, schlank, reich, schön, habe keinen Partner, einen Beruf der mich erfüllt oder ein erfüllteres, besseres Leben? Ich wünsch mir doch von ganzem Herzen, dass mein Leben glücklich und voller Wunder ist, warum erlebe ich es dann nicht auch so?“

Unser Gehirn denkt in Fragen

Fragen können uns motivieren, aufbauen oder demotivieren und deprimieren. Gut gestellte Fragen helfen uns, aus alten Denkmustern herauszukommen. Daher ist es sehr wichtig sich Fragen zu stellen, die eine Lösung beinhalten. Das bedeutet, nicht im WARUM stecken zu bleiben sondern, mit dem WIE oder WAS weiter zu fragen.
WARUM passiert mir das gerade? Diese Art von Frage führt meistens in eine Sackgasse. Dennoch ist es manchmal wichtig, nach dem warum zu fragen. Sobald klar ist, warum bestimmte Dinge so gelaufen oder passiert sind, ist es sinnvoll mit einem WIE oder WAS weiter zu fragen:

Zum Beispiel:
WIE kann ich die Situation verändern oder WIE kann ich ein besseres Ergebnis erreichen?
WAS kann ich jetzt machen, um etwas anderes zu erleben oder, WAS ist jetzt zu tun, damit ich das Problem lösen kann.
So wie wir uns und anderen Fragen stellen, so arbeitet auch unser Verstand. Es ist erstaunlich, denn unser Verstand funktioniert hauptsächlich über Fragen. Dies ist uns nur nicht immer bewusst, weil die Fragen nicht laut sondern mehr indirekt gestellt werden. Jedoch geht fast jedem Gedanke eine Frage voraus!

Wenn wir z.B. denken: „Ich schaue mir heute einen bestimmten Film im Fernsehen an“ dann steht die unbewusste Frage dahinter:
„Was mache ich heute Abend? Möchte ich einen Abend vor dem Fernseher verbringen und wenn ja, was möchte ich mir anschauen?“

Wenn wir uns dafür entscheiden im Hause zu bleiben anstatt eine Einladung anzunehmen, haben wir uns ebenfalls vorher die Frage gestellt, ob wir die Einladung annehmen oder lieber zu Hause bleiben. Ob wir Einkaufen, Shoppen, zu einer Veranstaltung gehen, Essen kochen oder andere Dinge machen, vor jeder Entscheidung stand eine Frage.

Beobachte in der nächsten Zeit, wie viele Fragen sich hinter deinem Denken verbergen und mache dir bewusst, wie du deine Fragen stellst!

Falls du herausfindest, dass deine Fragen zu Zweifeln und Ängsten oder in eine Sackgasse führen, dann verändere deine Fragestellung. Stelle die Fragen künftig so, dass sie dich zur Lösung führen.

Eine gute Fragestellung, ist besser als jede Affirmation

Um unsere Gedanken in eine positive Richtung zu bringen, ist eine konstruktive Fragestellung sehr hilfreich. Da der größte Teil unserer Gedanken unbewusst abläuft, können wir nur über eine intensive Gedankenschulung eine dauerhafte Veränderung erreichen. Hierzu gehört das Korrigieren negativer, beurteilender und kritischen Gedanken genauso dazu, wie eine konstruktive Fragestellung.

Wir können unsere Gedanken schneller in eine positive Richtung bringen, wenn wir bewusst lernen, gute Fragen zu stellen. Wenn wir lange genug am Ball geblieben sind, übernimmt unser Gehirn unser neues Denken. Das bedeutet, es denkt von allein in die neue positive Form und stellt Fragen, die uns automatisch zu Lösungen führen. Über Fragen haben wir einen sehr wirksamen Schlüssel in der Hand, um alte Denkmuster zu durchbrechen.

Lerne ab sofort, dir bewusst gute Fragen zu stellen und zwar Fragen, die dir eine Lösung bringen und dich nicht in eine Sackgasse führen.

Wenn du Warum-Fragen stellst, gehe einen Schritt weiter und stelle weitere Fragen, die in eine Lösung führen. Fange daher Fragen lieber mit einem „WIE kann ich es verändern“ oder „WAS kann ich tun, um…“.

Wie schlimm eine Situation auch aussehen mag, es gibt immer eine Lösung und einen Weg heraus. Wie schlimm es einen auch gerade getroffen hat, es gibt immer auch eine positive Seite an der Sache. Stelle daher ebenfalls immer auch die Frage:
„Was ist an der Sache der positive Aspekt?“ Danach frage:
„Was kann ich machen, um die Situation zu verbessern und wozu bin ich bereit, etwas zu verändern?

Sich selber gute Fragen zu stellen und neue Wörter zu benutzen, wirkt effektiver als positive Affirmationen. Positive Affirmationen sind in den meisten Fällen viel zu einseitig und bringen oftmals keine wirkliche Lösung.
Wenn ich affirmiere, dass ich glücklich bin, obwohl ich mich todtraurig fühle, dann erinnere ich mich nur daran, was ich noch nicht habe. Statt zu affirmieren: „Ich bin glücklich, reich, schlank, gesund usw.“ wäre es sehr viel effektiver zu fragen: „Was macht mich zurzeit glücklich, reich, schlank, gesund usw. oder wie werde ich glücklich, reich, schlank, gesund usw.“

Stelle Fragen wie:
„Was erfüllt mich mit Freude oder löst Liebe in mir aus? Was bringt mir am meisten Spaß, was genieße ich am meisten, was will ich loslassen usw.?“ All diese Fragen geben Antworten und sind Lösungsbringer, die dir weiterhelfen können.

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