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und meine Erfahrungen mit der elektronischen Musikerzeugung der 1980er
Musik ist: Intuition - Inspiration - Meditation - Vision - Fantasie - Kreativität - Träumen - Fühlen - Sehnsucht - Freude - Spass - Glück - Hoffnung - Ruhe - Entspannung - Mut - Kraft - Lachen - Weinen - Schreien - Tanzen - Springen - Fliegen ... und so weiter
Liebe Leserin, lieber Leser.
Anfang der 1980er Jahre begann ein weltweiter Umbruch in der Musikbranche, denn es begann die Ära der elektronischen und computergesteuerten Musik, und das änderte alles bisher Dagewesene im Bereich Musik- Erzeugung und -Produktion. Es war vergleichbar mit dem späteren Erscheinen des Smartphones, das das mobile Kommunizieren weltweit revolutionierte. Diese neuen musikalischen und technischen Möglichkeiten haben mich total fasziniert, sodass ich mich ab 1982 bis Ende 1991 intensiv mit dem Bedienen von Synthesizern und der dazugehörigen elektronischen Musik Soft- und Hardware beschäftigte, was man auch als "Keyboarder" bezeichnete.
Was ist ein "Keyboarder"? "Ein Keyboarder ist ein Musiker, der elektronische Tasteninstrumente wie Keyboards, Synthesizer, E-Pianos sowie Orgeln spielt und als vielseitiger Klang- und Effekterzeuger für Soundteppiche, Bläser- und Streicherarrangements und oft auch für das harmonische Fundament eines Songs zuständig ist. Im Vergleich zum klassischen Pianisten spielt er oft mehrere Synthesizer unterschiedlicher Klangerzeugung, und er muss sich ebenso mit dem Bedienen von computergesteuerten Musik Software-Programmen auskennen."
Doch für mich war das Keyboard bzw. der Synthesizer so viel mehr, als die obige Beschreibung. Ich möchte meine ganz persönlichen Empfindungen mit dem "Werkzeug Synthesizer" einmal anhand eines Beispiels beschreiben:
Bitte stellen Sie sich vor, sie sehen sich einen Film an, der Sie emotional total berührt und der Sie vollkommen in Ihren Bann zieht. Jetzt stellen Sie sich bitte weiter vor, dass Sie nicht mehr nur Zuschauer sind, sondern dass Sie jetzt in diesem Film als individuelle Person und Rolle real mitspielen können und dabei haben Sie Einfluss auf Ihren ganz persönlichen Charakter und Ihr äußeres Erscheinungsbild. Jetzt sind Sie kein Zuschauer mehr sondern eine reale Figur und ein Teil dieses Films. Alles was Sie sagen und alles was Sie tun hat einen direkten Einfluss auf Ihre Mitspielerinnen und Mitspieler und auf den gesamten Charakter des Films. Und dabei sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Oder auch so ausgedrückt:
Manchmal können wir mit Musik verschlossene Türen öffnen oder schier unüberwindbare Grenzen und Mauern einfach so überfliegen.
Manchmal können wir mit Musik unbekannte Räume und Landschaften betreten, oder Farben malen, die uns total verzaubern.
Manchmal kann Musik in uns überschäumende Freude, Glück, Hoffnung und Mut freisetzen.
Und manchmal können wir mit Musik auch unserer Wut, unseren Zorn, unserer Verzweiflung oder unserem Bewegungsdrang einen Platz zum Ausleben, einen Raum zum Anhören und eine Stimme zum Rausschreien geben.
Ja manchmal können wir mit Musik sogar geliebte Personen wiedersehen, die wir aus unseren Träumen schon so lange kennen.
Denn Musik kann uns berühren, uns umarmen, trösten, streicheln, liebkosen, wärmen und unsere alten Wunden und Verletzungen heilen. Vielleicht deswegen, weil Musik unser Herz berührt und den Verstand einen Moment Ruhe und Frieden gönnt.
Und plötzlich können wir atmen, riechen, schmecken, sehen, gehen, rennen und fliegen.
Plötzlich kann Freude, Fantasie, Kreativität, Intuition und Inspiration fließen. Erst nur als kleine Quelle, dann wird daraus ein Rinnsal, der zu einem Bach und dann zu einem Fluss wird, und der schließlich in ein riesiges weites offenes Meer mündet.
Plötzlich können wir erahnen, empfinden, erfahren, begreifen, erleben, spüren und fühlen, was unser Verstand nicht erklären kann.
Und plötzlich können wir anderen verzeihen und vergeben, und manchmal sogar auch uns selbst.
Und plötzlich können wir Vertrauen, Hoffnung, Trost, Wärme, Nähe, Zärtlichkeit und Liebe geben und annehmen.
Plötzlich spielt Zeit, Raum, das Gestern, das Heute und das Morgen keine Rolle mehr, sondern nur noch das tiefe Gefühl in die eigene Sicherheit und in das eigene Vertrauen.
Und plötzlich können ungeweinte Tränen fließen und wir können endlich loslassen und unsere Lieben gehen lassen, weil wir in diesem Moment fühlen, dass nichts für immer verloren geht, sondern dass wir alle miteinander verbunden sind und uns eines Tages wiedersehen.
Das alles und noch viel mehr, hat Musik jedenfalls bei mir ausgelöst. Und sie kann es jederzeit wieder tun.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Hören, beim Sehen und beim Fühlen.
Herzlichst, Peter Reifegerste.
Mehr Infos in meiner Autobiographie:
Musik war schon immer mein Ding →
Für Keyboarder Meine Synthesizer der 1980er →
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Autor: Peter Reifegerste